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Warnung: Verbraucherschützer warnen vor Fax-Abruf für Minijobs

Die Verbraucherzentrale Berlin warnt vor Fax-Abruf für Minijob-Angebote. Die Notlage vieler Arbeitsloser werde dreist ausgenutzt, so die Verbraucherschützer.

Die Verbraucherzentrale Berlin warnt vor Fax-Abruf für Minijob-Angebote. Die Verbraucherschützer berichten, dass "Arbeitslosigkeit für unlautere Angebote immer wieder der perfekte Nährboden" sei. Die Notlage vieler werde dreist ausgenutzt.

"Maximale Möglichkeiten" für 1,86 Euro/Minute

So verspreche zum Beispiel ein Anbieter, der sich allerdings auf einem Werbeblatt nicht zu erkennen gebe, "maximale Möglichkeiten". Verbraucher hätten deshalb "irritiert und zu Recht verärgert" die Verbraucherzentrale informiert und das Blatt zur Ansicht eingereicht. Denn die Informationen gebe es nur per Faxabruf für 1,86 Euro die Minute.

24 Stunden täglich würden "die besten Jobs für mehr Einkommen und somit gesteigerte finanzielle Freiheit" angepriesen. Doch die Verbraucherschützer mahnen: "Ein kostenträchtiges Angebot, denn ruft man die angegebene 0190-85 37 74-10 ab, werden sage und schreibe 45 Seiten im Display angezeigt."

"Schnee von gestern"

Recherchen der Verbraucherzentrale hätten ergeben, dass es sich bei den Angeboten nur um eine Auflistung von Anzeigen aus Tageszeitungen handelt in einem Fall sogar noch vom Oktober/November 2002. Zudem wüssten die aufgelisteten Firmen in der Regel nicht einmal, dass sie dort genannt werden. "Sie wundern sich allerdings über Nachfragen zu längst vergebenen Jobs, so zum Beispiel zur Schneebeseitigung für die Wintersaison 2002/2003", erklären die Berliner Verbraucherschützer.

Den Arbeitssuchenden werden der "Schnee von gestern" für 80 Euro Abrufgebühren angeboten, "wohl wissend, dass es in den wenigsten Fällen überhaupt zu einer Arbeitsaufnahme kommen kann, ist nur als heimtückisch und arglistische Täuschung zu werten". Die Verbraucherzentrale werde daher entsprechende Maßnahmen einleiten.