Absatzflaute Bosch schickt 3500 Beschäftigte in Kurzarbeit


Harte Konsequenzen bei Bosch: Der weltweit größte Automobilzulieferer schickt an seinem Standort in Bamberg 3500 Mitarbeiter für sechs Monate in Kurzarbeit. Auch auf andere Standorte des Konzerns könnten Einschnitte zukommen.

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hat Konsequenzen aus der Krise in der Autobranche gezogen und für den Standort Bamberg Kurzarbeit angeordnet. 3500 Beschäftigte seien von dem auf sechs Monate befristeten Schritt betroffen, sagte ein Sprecher des Elektrokonzerns am Montag in Stuttgart. Ende der Woche soll die Maßnahme greifen, die Arbeitszeit auf 17,5 Stunden zu halbieren. Mit den Betriebsräten weiterer Standorte würden Gespräche geführt, ob es dort ebenfalls zu Kurzarbeit kommt.

In Bamberg werden Dieselkomponenten produziert. Insgesamt gibt es an dem Standort 8000 Beschäftigte. Das Werk war bereits im Sommer von Einschnitten des Managements betroffen. Wegen der sinkenden Nachfrage bei Dieselaggregaten wurden in Bamberg sowie den Standorten Stuttgart-Feuerbach, Werke Homburg/Saar sowie in Bursa in der Türkei Schichten gestrichen.

Offen ist, wie sich die Maßnahmen auf die Geschäftsentwicklung des Stuttgarter Konzerns auswirken. Bosch-Chef Franz Fehrenbach hatte jüngst angekündigt, der Auto- und Elektrokonzern werde sein fünfprozentiges Umsatzziel für 2008 nicht halten können. Als Grund hatte er den schwächelnden Autoabsatz in den USA und Europa angeführt. 2007 hatte Bosch einen Umsatz von 46,3 Milliarden und einen Gewinn nach Steuern von 2,8 Milliarden Euro erzielt. Die Zahl der Mitarbeiter lag bei rund 271.300, davon 112.300 in Deutschland.

DPA DPA

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