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Verbraucher: Handgepäck bei Ryanair, Chemie in Spielzeug und die Ehe für alle: Das ändert sich im November 2018

Im November kommen einige Änderungen auf Verbraucher zu. So sind kritische chemische Stoffe aus Kinderspielzeug verbannt. Ryanair verschärft die Regeln fürs Handgepäck. Alle Änderungen im Überblick.

November 2018

Änderungen ab November 2018

Picture Alliance / Getty Images

Verbraucher müssen sich auch ab November 2018 wieder auf einige Änderungen einstellen. Pünktlich zum Monatsanfang treten eine Menge Gesetze und Gesetzesänderungen in Kraft. Bei einigen der Neuregelungen profitieren die Verbraucher, bei anderen müssen sie sich auf weniger vorteilhafte Änderungen einstellen. 

Ryanair verschärft die Regeln fürs Handgepäck

Die Billigfluglinie Ryanair verschärft die Regelungen fürs Handgepäck. Künftig ist nur noch ein kleines Handgepäck zugelassen. Ab dem 1. November dürfen nur noch Gepäckstücke, die die Maße von 40 x 20 x 25 Zentimeter nicht überschreiten, mit in den Flieger. Alle anderen Aktentaschen, Rücksäcke oder Trolleys müssen aufgegeben werden. Das kostet acht Euro - allerdings nur wenn der Reisende es vor Abflug eincheckt. Wer mit einem zu großen Gepäckstück ans Gate kommt, muss künftig 25 Euro bezahlen. Lediglich "Priority"-Kunden dürfen mit zwei Gepäckstücken reisen.

Chemie-Verbot in Kinderspielzeug

Ab November 2018 gelten strengere Regeln für chemische Stoffe in Spielzeug für Kinder unter drei Jahren. Ab dem 4. November gelten schärfere EU-Grenzwerte für Phenol und ab dem 26. November für Bisphenol A.

Ehe für alle - jetzt auch auf den Formularen

Auch in den Behörden ist die Ehe für alle gut ein Jahr nach dem Start auch angekommen. Bislang waren die Unterlagen zur Eheschließung für "Ehemann" und "Ehefrau" vorgedruckt. Bei gleichgeschlechtlichen Paaren musste bisher immer ein Partner an der falschen Stelle eingetragen werden. Nun werden die Heiratenden als "Ehegatten" erfasst. 

Musterfeststellungsklage kommt

Die "Einer-für-alle-Klage" startet in Deutschland pünktlich zum 1. November. Mit der Musterfeststellungsklage können künftig Verbraucherschützer das Recht von Verbrauchern vor Gericht erstreiten und Schadensersatz einfordern, ohne dass die Betroffenen selbst vor Gericht erscheinen müssen. Allerdings steht diese besondere Form der Klage nicht allen offen, sondern nur einige Verbände haben die Möglichkeit. Wer dabei sein will, muss sich in ein Klageregister eintragen. Als Auftakt plant der Bundesverband der Verbraucherzentralen im Diesel-Skandal gegen den Autobauer Volkswagen vor Gericht zu ziehen. 

Den Vornamen ändern

Wer mehrere Vornamen hat, kann ab dem 1. November die Reihenfolge ändern lassen. Eine Ann Sophie könnte sich dann Sophie Ann als regulären Vornamen vom Standesamt eintragen lassen. Wird der Vorname mit Bindestrich geschrieben, ist eine Änderung nicht möglich. Das gilt auch für ungeliebte Vornamen, die man gerne loswerden möchte, neue Vornamen, die man gerne hätte oder eine geänderte Schreibweise des Namens.

Whatsapp löscht Backups von Android-Usern

Android-User, die Whatsapp nutzen, sollten unbedingt vor dem 12. November ein neues Backup durchführen. Denn zu diesen Stichtag will der Messengerdienst die Backups, die länger als ein Jahr nicht aktualisiert wurden, löschen. Wer die Löschung seines Chatverlaufs samt Bildern und Audiodateien nicht hinnehmen möchte, sollte also noch mal ein Backup durchführen.

Änderungen im Mai 2018
kg