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Discounter Aldi Süd baut den Konzern um – und 580 Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

Discounter: Aldi Süd baut den Konzern um – und 580 Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs
Sehen Sie im Video: Fakten über Discounter: So tickt der Aldi-Konzern.




1946 übernahmen die beiden Brüder Karl und Theo den kleinen Krämeraden ihrer Eltern in Essen-Schonnebeck.


So entstand Aldi aus einem Tante-Emma-Laden.


1961 trennten die Gebrüder Albrecht den Konzern in Aldi-Nord und Aldi Süd auf.


Der Äquator verläuft seither vom Niederrhein über Mühlheim, Marburg, Siegen und Gießen nach Osten bis nördlich von Fulda.


Die Gebrüder Albrecht machte ihr Geschäft zu den reichsten Deutschen.


Auf 13,5 bzw. 18 Milliarden Euro wird das Privatvermögen der Erben geschätzt.


Für Aldi Nord arbeiten mehr als 35.000 Mitarbeiter in Deutschland, für Aldi Süd 47.000, die insgesamt etwa 30 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften.


Die Zusammenarbeit mit Banken ist weitestgehend tabu. Kredite – und damit Schilden – sind verpönt.


Aldi bietet seinen Käufern gerade einmal tausend verschiedene Artikel.


Eine Edeka-Filiale führt je nach Größe bis zu 35.000 Artikel.


Alle Filialen sind gleich aufgebaut. Die gleichen Produkte stehen an denselben Stellen im Regal.
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Aldi Süd strukturiert den Konzern um. Dabei sollen Regionalgesellschaften geschlossen werden. Die Niederlassungen in Mülheim und Roth machen im kommenden Jahr dicht. Dabei sind auch Mitarbeiter betroffen.

Aldi Süd baut den Konzern um: Die regionalen Strukturen des Discounters werden verändert. Im Zuge der Umstrukturierungen sollen zwei von insgesamt 30 Niederlassungen geschlossen werden. Laut der "Lebensmittelzeitung" trifft es im kommenden Jahr die Regionalgesellschaft in Mülheim und im süddeutschen Roth. Die dazu gehörenden Filialen - in Mülheim sind es 50 Läden, in Roth rund 70 Standorte - werden auf benachbarte Regionen verteilt. 

Hintergrund dieser Umstrukturierung sind schlankere Abläufe bei der Logistik. Diese soll durch den Umbau optimiert werden, heißt es. Durch die Verringerung der Regionalgesellschaften sind auch Mitarbeiter betroffen. Wie die "WAZ" berichtet, sollen insgesamt 580 Mitarbeiter der beiden Standorte betroffen sein. Ob es zu Kündigungen kommt, ist bislang noch unklar. "Für alle Mitarbeiter werden Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung im Unternehmen geprüft", so Aldi Süd zur "LZ". "Das ist kein Lippenbekenntnis. Das haben wir vor", sagte ein Sprecher zu dem Vorhaben, den Mitarbeitern Ersatzarbeitsplätze anzubieten.

Aldi Süd: Standorte nicht wirtschaftlich

Laut der "Lebensmittelzeitung" habe der Ausbau des Sortiments neue Anforderungen an die Logistik gestellt. Eine Modernisierung der betroffenen Standorte sei aber unwirtschaftlich. Der Discounter betont, dass es trotz dieses Schrittes keine Schließungen von Filialen gebe werde und somit auch keine Angestellten in den Läden von der Umstrukturierung betroffen seien. 

Mit den dann 28 Regionalgesellschaften wolle der Konzern weitermachen, weitere Schließungen seien nicht geplant, lässt Aldi Süd die "LZ" wissen. Vor zwei Jahren war bereits die Region Eichenau geschlossen worden. 

Die Schließung der zwei Standorte ist nur ein Schachzug in einer größeren Maßnahme. Wie die "LZ" berichtet, habe Aldi Süd bereits im Oktober 15 der 30 Regionalgesellschaften in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) umgewandelt. "Die SE als Gesellschaft europäischen Rechts ist eine moderne Gesellschaftsform, die weltweit ein positives Image genießt und so nach innen und außen zu einem besseren Verständnis und der Struktur unserer Regionalgesellschaften führen wird", so Aldi Süd .

kg

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