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Einzelhandel: Aldi und dm starten nächsten Preiskampf - diesmal mit Marken-Parfüm

Aldi verkauft Nivea-Produkte zum Schnäppchenpreis, die Drogeriekette dm kontert mit dem angekündigten Ausbau der Eigenmarke Balea. Nun geht der Kampf in die nächste Runde. Verlierer könnten Parfümhändler sein.

Die Parfüm-Abteilung eines dm-Marktes

Die Drogeriekette dm weitet das Angebot mit Düften aus.

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Seit Wochen liefern sich der Discounter Aldi und die Drogeriekette dm einen Schlagabtausch. Aldi hatte Nivea-Artikel in die Regale geräumt und sie zum Schnäppchenpreis angeboten - ein klarer Angriff auf das Geschäftsmodell der Drogerien. dm konterte schnell und ließ wissen: Man werde die Eigenmarke Balea strategisch ausbauen. 

Stark reduzierte Markenartikel aus dem Drogeriesegment beim Discounter und ein breiteres Angebot durch die Eigenmarke: Aldi und dm wildern bei der Konkurrenz. Das liegt an der Attraktivität des Drogeriesegments. Hier meinen Händler noch stärkere Wachstumschancen zu sehen. Da wollen auch die Onlineunternehmen Amazon und Zalando mitverdienen. 

Aldi Süd bietet Düfte an

Jetzt geht der Kampf in die nächste Runde. Denn pünktlich zum Valentistag bietet Aldi Süd Düfte von namhaften Herstellern wie Calvin Klein oder Joop an. Und die natürlich zum Discounterpreis: Für die Fläschchen (75 bis 100 Mililiter) zahlen Kunden 29,99 Euro. "Solche Preise tun weh, sie vernichten ohne Not Marge", sagt ein Parfümeriemanager zur "Lebensmittelzeitung".

Der Vorstoß ist ein Ärgernis für die Branche. Bislang musste sich Parfümhersteller nicht über Billig-Angeboten von den Discountern aufregen. Doch neben Aldi Süd sorgt auch dm für Unmut in der Branche. Beim Drogeristen dm wird das Parfümangebot ausgebaut. Neben den üblichen Düften im unteren- und mittelpreisigem Segment finden sich dort nun auch teureres Parfüm. Düfte von Giorgio Armani, Jean Paul Gaultier oder auch Davidoff werden nun für 59,95 Euro angeboten. "Aldis Aktion ist derzeit ein Aufreger-Thema, doch dm greift die Branche mit seiner regelmäßigen Parfümerie-Präsenz dauerhafter an", zitiert die "Lebensmittelzeitung" einen Manager aus der Branche.


Parfüm wird billig angeboten

Der Preiskampf hat auch Auswirkungen auf andere Händler - die Preisspirale geht damit weiter nach unten. Wenn Düfte beim Discounter oder in der Drogerie günstig zu haben sind, können die Parfümhändler nicht mehr die üblichen Preise verlangen. Also setzen auch sie den Rotstift an. 

Gerade im Parfümbereich mussten die Einzelhändler sich in der Vergangenheit nur mit den Kampfpreisen der Online-Konkurrenz rumärgern, nun kommen Drogerie-Ketten und Discounter dazu. "Damit geht die Preisspirale weiter nach unten", so ein Insider zur "Lebensmittelzeitung".

Aldi Nord und Süd setzen auf Rabatte
kg
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.