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Digitale Supermärkte im Test Rewe, Amazon Fresh und Co: Wo Lebensmittel online am günstigsten sind

Amazon Fresh füllt Kühlschrank
Auch frische Lebensmittel liefern die Online-Anbieter
© AndreyPopov / Getty Images
Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat sechs Online-Shops für Lebensmittel getestet. Amazon Fresh bot zwar die günstigsten Preise, Testsieger wurde aber jemand anderes.

Noch kaufen die meisten Menschen ihre Lebensmittel offline im Laden. Aber spätestens seit im vergangenen Jahr Amazon Fresh in Deutschland gestartet ist, nimmt der Kampf um den Lebensmittelkunden im Netz an Fahrt auf. Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat nun Angebot und Nutzerfreundlichkeit von sechs Online-Shops unter die Lupe genommen.

Dafür erstellten die Tester einen Musterwarenkorb von 30 Artikeln - und fanden große Preisunterschiede. Die Differenz zwischen dem jeweils günstigsten und teuersten Anbieter eines Produkts lag im Schnitt bei rund 20 Prozent. Die meisten Tiefpreise bot Amazon Fresh: Bei 21 der 30 Musterprodukte bot Amazon den günstigsten Preis. Allerdings: Um das Frische-Angebot von Amazon zu nutzen, müssen Kunden zunächst das kostenpflichtige Prime-Abo buchen, zudem ist Fresh erst in wenigen Städten verfügbar. Daher landete Amazon Fresh im Test insgesamt nur auf dem dritten Platz.

Allyouneedfresh siegt vor Rewe und Amazon Fresh

Testsieger wurde der Anbieter Allyouneed Fresh. Das von der Deutschen Post finanzierte Unternehmen aus Berlin liefert bundesweit und bietet laut Vergleichstest ein großes Angebot sowie insgesamt günstige Preise. Die Tester loben zudem die informative und bedienungsfreundliche Webseite sowie den transparenten Bestellprozess. Auch die Vielzahl an Zahlungsbedingungen sowie die Möglichkeit, individuelle Liefertermine zu vereinbaren, überzeugten die Tester.

Auf dem zweiten Platz landet das Onlineangebot von Rewe. Auf Rewe.de fanden die Tester ebenfalls günstige Preise und ein breites Angebot sowie niedrige Standard-Versandkosten von lediglich 3,90 Euro. Rewe ist unter den stationären Lebensmittelketten der Anbieter, der derzeit am meisten in den Ausbau des Onlinegeschäfts investiert. Neben der Lieferung nach Hause setzt der Supermarktkonzern auch darauf, dass Kunden ihre Bestellung im nächsten Markt abholen. Das sogenannte "Click&Collect"-Angebot, das derzeit erst in 65 Filialen verfügbar ist, soll laut Lebensmittelzeitung bald flächendeckend angeboten werden.

Grundsätzlich versandkostenfrei lieferte übrigens keiner Anbieter im DISQ-Test. Frei Haus liefern die Anbieter erst ab Mindestbestellwerten von teils 100 Euro. Zudem vermissten die Tester bei zwei Drittel der Unternehmen eine Suchfunktion auf der Homepage sowie Mindesthaltbarkeitsdaten für die Produkte.  

Digitale Supermärkte im Test: Rewe, Amazon Fresh und Co: Wo Lebensmittel online am günstigsten sind

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