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ARBEITSMINISTER: Beschäftigte sollen Überstunden für Flutopfer spenden

Zahlreiche Arbeitgeber wollten bereits ihre Überstunden für die Flutopfer spenden. Jetzt ermöglicht das Bundesarbeitsministerium, die Einkünfte aus Überstunden ohne Steuer- und Sozialabgaben zu spenden.

Das Bundesarbeitsministerium will allen Beschäftigten ermöglichen, Einkünfte aus Überstunden ohne Steuer- und Sozialabgaben für die Opfer der Flutkatastrophe zu spenden. Nach einem Vermerk, der der »Financial Times Deutschland« vorliegt, empfiehlt das Arbeitsministerium dazu die Änderung der Arbeitsentgeltverordnung. Dem Ministerium zufolge hätten bereits zahlreiche Arbeitnehmer angeboten, ihre Überstundengelder zu spenden.

Änderungen ab September

Die Änderung der Arbeitsentgeltverordnung soll laut Zeitung am 28. August das Kabinett passieren. Auch der Bundesrat müsste der Änderung zustimmen. Dafür schlägt das Ministerium als Termin den 27. September vor. Auf die meisten Überstunden - ausgenommen Teile von Sonntags- und Nachtschichten - werden Steuern und Sozialabgaben erhoben. Das gilt nachträglich auch für Überstunden, die auf Arbeitszeitkonten angesammelt und dann aufgelöst werden. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 1,735 Milliarden Überstunden geleistet. Das waren nach den Angaben der Bundesanstalt für Arbeit 3,6 Prozent der gesamtwirtschaftlich geleisteten Arbeitnehmer-Stunden.