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Bulgarien/Rumänien: Armenhäuser mit hohem Wachstum

Im Vergleich zu den bisherigen EU-Mitgliedstaaten sind Rumänien und Bulgarien arm. Doch starke Auslandsinvestitutionen kurbeln die Wirtschaft an.

Wenn Bulgarien und Rumänien wie erwartet im Januar der Europäischen Union beitreten, dann sind sie zwar die neuen Armenhäuser der Gemeinschaft - allerdings mit hohen Wachstumsraten. Rumänien mit seinen 22 Millionen Einwohnern und Bulgarien mit seinen acht Millionen Menschen stehen gemessen an der Wirtschaftsleistung pro Kopf ganz am Ende der EU-Rangliste. Sie erwirtschaften gerade mal ein Drittel des EU-Durchschnitts.

Allerdings verbuchen beide Länder bereits starke Auslandsinvestitionen. Unternehmen aus der EU investieren bereits jetzt, um beim EU-Beitritt bereits gut positioniert zu sein. Auch dies hat die Wirtschaft angekurbelt.

Rumänien hat die stärkere Wirtschaft

Die bulgarische Wirtschaft ist in der ersten Jahreshälfte im Jahresvergleich um 6,1 Prozent gewachsen. Die Arbeitslosenquote ist innerhalb eines Jahres um zwei Prozentpunkte gefallen und lag im August bei 8,74 Prozent, insgesamt waren 323.753 Menschen auf der Suche nach einer Stelle. Das Wachstum geht allerdings mit einer nach EU-Standards hohen Inflation von im August 6,8 Prozent einher.

Wirtschaftlich liegt Rumänien noch vor Bulgarien. Die Wirtschaft wird in diesem Jahr jüngsten Schätzungen zufolge um rund sieben Prozent wachsen, für 2007 werden sechs Prozent Wachstum erwartet. Auch in Rumänien ist die Inflation vergleichsweise hoch, die Rate ist jedoch von Juli 2005 bis Juli dieses Jahres um rund drei Prozentpunkte auf nun noch 6,2 Prozent gefallen. Die Arbeitslosenquote lag im August bei 5,1 Prozent (446.484 Arbeitslose) und damit geringfügig unter dem Vorjahresmonat.

Reuters / Reuters
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