Bundesverband Solarwirtschaft Kritik an Kürzung der Solarförderung

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat die geplante Kürzung der Solarförderung kritisiert. "Es geht nicht darum, dass wir die Kürzung nicht gutheißen, es geht um die Höhe. Die Abschläge sind einfach zu groß", sagte Verbands-Geschäftsführer Carsten Körnig.

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat die geplante Kürzung der Solarförderung kritisiert. "Es geht nicht darum, dass wir die Kürzung nicht gutheißen, es geht um die Höhe. Die Abschläge sind einfach zu groß", sagte Verbands-Geschäftsführer Carsten Körnig am Dienstag in Berlin der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Obwohl die Branche weiter wachse, seien durch die geplanten Kürzungen tausende Arbeitsplätze bedroht. Bis zum Stichtag werde es Vorzieheffekte bei der Installation von Solaranlagen geben. "Danach aber kommt eine Umverteilung zugunsten von Billiganbietern und - importeuren. Das kann nicht Sinn der Kürzung sein." Körnig forderte die Koalition auf, "bei einer Entscheidung von solcher Tragweite" mehr mit der Solarbranche zu reden.

Die Spitzen der schwarz-gelben Koalition hatten sich am Montag nach monatelangem Gerangel auf die Grundzüge der Reform verständigt. Danach soll die Förderung neuer Solaranlagen auf Dächern vom 1. Juli an um 16 Prozent gekürzt werden. Die Vergütung für die Einspeisung von Strom ins Netz ist jeweils von den Verbrauchern über den Strompreis aufzubringen. Nach der Rücknahme zulasten der Anlagen- Betreiber bereits Anfang des Jahres um 9 Prozent kommt es damit zu einer Fördereinbuße von insgesamt 25 Prozent auf fast 33 Cent pro Kilowattstunde. Neue Solaranlagen auf Ackerflächen sollen bis auf Ausnahmen nicht mehr gefördert werden. Mit einem Bonus soll dagegen der Eigenverbrauch von Solardach-Strom versüßt werden.

DPA DPA

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