Commerzbank-Plus überrascht Mit Rückenwind vom Markt zum Gewinn


Rückenwind von den schwankenden Finanzmärkten und geringere Kreditausfälle haben Deutschlands zweitgrößte Bank im ersten Quartal zurück in die schwarzen Zahlen gehoben.

Rückenwind von den schwankenden Finanzmärkten und geringere Kreditausfälle haben die teilverstaatlichte Commerzbank im ersten Quartal 2010 zurück in die schwarzen Zahlen getreiben. Das Geldhaus erzielte nach Angaben von Donnerstag einen Überschuss von 708 Millionen Euro nach Steuern. Im Vergleichsquartal 2009 hatte Deutschlands zweitgrößte Bank noch ein Minus von 864 Millionen Euro hinnehmen müssen.

Die Börse honorierte die positiven Zahlen mit einem Kursanstieg der Commerzbank-Aktie um zeitweise 5,5 Prozent. Am Nachmittag lag das Papier noch 2,8 Prozent im Plus. Analysten nannten die Zwischenbilanz besser als erwartet.

"Wir haben einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur vollen Profitabilität erreicht", sagte Vorstandschef Martin Blessing. Die Kernkapitalquote blieb unverändert bei 10,8 Prozent. Die Erträge stiegen brutto auf 3,6 Milliarden Euro - im Vergleich zum ersten Quartal 2009 ist das ein Zuwachs von 56 Prozent. Nach Angaben der Bank entwickelten sich alle Bereiche im ersten Quartal besser. Die positiven Effekte der Integration der Dresdner Bank verstärkten sich zunehmend, erklärte Finanzvorstand Eric Strutz.

"Die Kernbank wird wie geplant 2010 operativ positiv abschließen. Spätestens 2011 werden wir im Konzern wieder Gewinn erwirtschaften. 2012 werden wir mit einem operativen Ergebnis von mehr als vier Milliarden Euro voll profitabel sein", sagte Blessing.

Im Geschäftsjahr 2009 hatte die Commerzbank einen Verlust von 4,5 Milliarden Euro erlitten. Dabei hatte die Integration der Dresdner Bank mit 1,9 Milliarden Euro belastet.

In der zweiten Jahreshälfte 2008 hat die Commerzbank die ehemalige Allianztochter übernommen und wurde dabei von der Finanzkrise überrascht. Die Bundesregierung musste deshalb mit 18,2 Milliarden Euro aus dem Bankenrettungsfonds SoFFin einspringen. Mit 25 Prozent plus einer Aktie ist der deutsche Staat nun Mehrheitseigner des Finanzinstituts. Ab 2012 will die Commerzbank mit der Rückzahlung des staatlichen Rettungspakets beginnen.

APN/Reuters Reuters

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