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Conti und Schaeffler: Friedenslösung kostet zwei Manager den Job

Die im Clinch liegenden Autozulieferer Conti und Schaeffler wollen ihren Machtkampf beenden. Nach Informationen aus dem Aufsichtsrat wird dies zwei rivalisierende Top-Manager den Job kosten. Bereits in den kommenden Tagen soll es eine Lösung geben.

Im dramatischen Machtkampf zwischen Continental und Großaktionär Schaeffler ist ein Kompromiss in Sicht. "Es könnte sein, dass wir bis Mittwoch eine Paketlösung hinbekommen", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Aufsichtsratskreisen. Die Aufsichtsräte stimmen sich in Telefonkonferenzen regelmäßig ab. Auch die Banken und die Politik seien an den Verhandlungen beteiligt. Aus dem Umfeld der Konzerne hieß es, der Konflikt werde sich am Montag oder Dienstag "in Wohlgefallen" auflösen. Am Mittwoch soll erneut der Conti-Aufsichtsrat zusammenkommen.

Demnach könnte ein Kompromiss darin bestehen, dass Conti-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann abberufen wird, aber auch der Aufsichtsratsvorsitzende und Schaeffler-Berater Rolf Koerfer geht. Darauf drängten vor allem die Arbeitnehmervertreter in dem Kontrollgremium, hieß es. Koerfer sei aber auch bei Aufsichtsräten der Anteilseignerseite umstritten. Eine offizielle Stellungnahme zu den Personalien gab es nicht.

Koerfer steht seit dem Eklat bei der Aufsichtsratssitzung Ende Juli heftig in der Kritik. Schaeffler hatte bei dem dramatischen Treffen versucht, Neumann zu stürzen, war aber am Widerstand der Arbeitnehmerseite gescheitert. Die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit für eine Ablösung des Vorstandschefs kam nicht zustande. Maria-Elisabeth Schaeffler hält 49,9 Prozent an Conti. Der Weg zur Verschmelzung der Firmen wird aber unter anderem durch die Personalquerelen erschwert.

DPA / DPA