HOME

DaimlerChrysler: Neuanfang unter neuem Namen

Aus dem Stuttgarter Automobilkonzern DaimlerChrysler wird die Daimler AG. Mit dieser Umbenennung soll ein Schlussstrich unter das Kapitel Chrysler gezogen werden. Pünktlich zum Ende dieser Ära hat die Mercedes-Gruppe einen Rekordabsatz angemeldet.

Aus DaimerChrysler soll Daimler werden: Konzernchef Dieter Zetsche hat bei den Aktionären des Stuttgarter Autobauers für einen Neuanfang unter neuem Namen geworben. "Mit dem Konzernnamen Daimler setzen wir ein klares Zeichen, dass wir ein neues Kapitel aufschlagen und gleichzeitig unsere Tradition als Erfinder des Automobils würdigen", sagte Zetsche am Donnerstag auf einer außerordentlichen Hauptversammlung des Autokonzerns in Berlin.

Nach dem Verkauf der US-Sparte sollten die rund 6.000 Aktionäre nun über die Streichung von Chrysler aus dem Konzernnamen entscheiden. Eine Zustimmung galt als sicher. Zuvor hatte die geplante Umbenennung allerdings für viel Wirbel gesorgt: Kritiker vermissten den Namen von Autopionier Karl Benz im neuen Firmennamen und forderten eine Rückkehr zum traditionellen Namen Daimler-Benz. Mit dem Namen Daimler AG solle deutlich gemacht werden, dass der Konzern heute ein anderer sei als vor der Fusion mit Chrysler, erklärte Zetsche.

Die Marke Mercedes-Benz werde jedoch auch in Zukunft das Herzstück des Unternehmens bleiben. "Wo es ganz überwiegend um Produkte der Marke Mercedes-Benz geht, wird der stolze Name Benz daher nicht nur prominent bleiben, er wird sogar deutlich prominenter werden", sagte der Konzernchef. Als Zugeständnis an die Traditionalisten sollen die Daimler-Werke, in den vorwiegend Mercedes-Fahrzeuge produziert werden, in Mercedes-Benz-Werke umbenannt werden.

Werke werden umbenannt

Ändern sollen sich auch die Namen der einzelnen Geschäftsbereiche: So soll die Pkw-Sparte künftig "Mercedes-Benz Cars", die Lkw-Sparte "Daimler Trucks" und die Bus-Sparte "Daimler Buses" heißen. Durch die Umbenennung gebe es künftig eine klare Unterscheidung zwischen der Konzernmarke Daimler und den verschiedenen Produkten, erklärte Zetsche. Überall dort, wo der Konzern als Ganzes auftrete, wolle das Unternehmen als Daimler auftreten. Wenn es um Produkte einer Marke gehe, werde der entsprechende Markenname verwendet.

Die Kleinaktionäre des Autobauers haben überwiegend erleichtert auf die Trennung von der defizitären US-Tochter Chrysler reagiert. "Dafür, dass sie die Ehe mit Chrysler geschieden haben, gebührt ihnen das Lob und der Dank der Aktionäre", sagte Hans Richard Schmitz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bei dem Aktionärstreffen. Auch das laufende Aktienrückkaufprogramm, bei dem Daimler laut früheren Angaben knapp zehn Prozent der ausstehenden Aktien im Wert von bis zu 7,5 Milliarden Euro einsammeln will, stieß auf positive Reaktionen.

Kritik an Boni für Chrysler-Vorstände

Kritisch äußerten sich die Aktionärsvertreter allerdings zu den Boni für den früheren Chrysler-Chef Tom LaSorda und Vorstand Eric Ridenour. "Nicht alles, was juristisch möglich ist, scheint moralisch geboten", sagte Schmitz. "Wir haben Jahre der Substanzvernichtung hinter uns", kritisierte Lars Labryga von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Bonuszahlungen an die verantwortlichen Manager seien deshalb nur schwer nachvollziehbar. Daimler hatte die Prämien für die Vorstände bestätigt, ohne aber die exakte Höhe zu nennen. Darüber will das Unternehmen im Geschäftsbericht 2007 informieren.

Neun Jahre nach der "Hochzeit im Himmel" zwischen Daimler und Chrysler hatten die beiden Partner im Mai einen Schlussstrich unter ihre zerrüttete Beziehung gezogen. Der Autokonzern verkaufte gut 80 Prozent an Chrysler an den Finanzinvestor Cerberus. Konzernchef Zetsche, der die US-Sparte einst geführt und saniert hatte, will mit dem neuen Namen ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte aufschlagen - und auch wieder höhere Profite erzielen. Die Mercedes-Gruppe mit den Automarken Mercedes, Smart und Maybach werde spätestens ab 2010 eine Umsatzrendite von durchschnittlich zehn Prozent erwirtschaften, kündigte er den Aktionären an.

Zetsche bekräftigt Renditeziele

Pünktlich zur Hauptversammlung meldete die Mercedes-Gruppe bereits Verkaufsrekorde. Sie verkaufte nach Unternehmensangaben im September 124.600 Autos. Der Absatz habe sich damit im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent erhöht. Auch in den ersten neun Monaten dieses Jahres verbuchte der Konzern einen neuen Bestwert. Von Januar bis September wurden insgesamt 942.300 Autos der Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart ausgeliefert, 8.100 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Für die Umbenennung in Daimler AG musste der Autobauer dem US-Konkurrenten Ford allerdings noch die Rechte am Markennamen "Daimler" abkaufen. Man habe dafür 20 Millionen Dollar (gut 14 Mio Euro) bezahlt, so Zetsche. Dort sollen die Aktionäre nach der Trennung von der angeschlagenen US-Tochter Chrysler über den neuen Namen Daimler AG entscheiden. Den Markennamen Daimler nutzt allerdings bislang Ford für besonders große Autos seiner britischen Luxustochter Jaguar. Ford ist über Umwege an den Markennamen Daimler gelangt: Konstrukteur Gottlieb Daimler hatte im 19. Jahrhundert seinen Motor nach Großbritannien lizenziert. Während er seine eigenen Wagen unter dem Namen Mercedes beziehungsweise Mercedes-Benz verkaufte, nannte sein britischer Geschäftspartner seine Fahrzeuge Daimler. Später übernahm Jaguar die Daimler Motor Company; Jaguar wiederum wurde von Ford gekauft.

DPA/Reuters / DPA / Reuters
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.