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Deutsche Autohersteller: Die Gewinner der Eurokrise

Die Eurokrise bringt auch Gewinner hervor. Einer ist die deutsche Automobilindustrie. Sie kann sich laut Auto-Professor Ferdinand Dudenhöfer über Zusatzgewinne in Milliardenhöhe freuen. Und sollte sich eigentlich wünschen, dass der Euro nicht so schnell zu alten Höhen zurückkehrt.

Deutschlands Autokonzerne können aufgrund des schwachen Euro mit zusätzlichen Gewinnen von rund vier Milliarden Euro rechnen. Zu diesem Schluss kommt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer in einer Studie, die dem Hamburger Magazin stern vorliegt. Nach den Berechnungen des Professors der Universität Duisburg-Essen fallen 50 Prozent des Sondergewinns bereits in diesem Jahr an. Der Rest verteile sich auf die kommenden drei Jahre, da sich die Konzerne gegen Kursschwankungen des Dollars abgesichert hätten und solche Sicherungsgeschäfte nun ebenfalls günstiger würden.

Seit Anfang des Jahres ist der Wert des Euro von fast 1,50 auf zuletzt unter 1,20 US-Dollar gefallen. Die knapp 1,5 Millionen Fahrzeuge, die in diesem Jahr aus Deutschland in Länder außerhalb der EU exportiert werden, bringen den Konzernen nun höhere Einnahmen. Ein Beispiel: Ein Mercedes E350, der von Daimler in den USA für rund 45.000 Dollar an Händler abgegeben wird, brachte dem Konzern zum Jahreswechsel umgerechnet knapp 30.000 Euro, zu aktuellen Kursen aber rund 37.500 Euro – ein Umsatzsprung von 25 Prozent.