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Deutsche Bank: Axel Weber als Ackermann-Nachfolger im Gespräch

Axel Weber schweigt. Hartnäckig halten sich Gerüchte, der 53-Jährige könnte den zehn Jahre älteren Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann beerben.

Axel Weber sieht seine Aufgabe als Bundesbank-Präsident nach sieben Jahren im Amt offenbar weitgehend als erfüllt an. "Damit naht der geeignete Zeitpunkt, die Bundesbank auch personell für das neue Jahrzehnt aufzustellen. Dies geschieht in engster Abstimmung mit der Bundeskanzlerin", sagte eine Person aus dem engsten Umfeld Webers am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters in Frankfurt. "Die Bundesbank wird als geordnetes Haus an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin übergeben. Für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Bundesbank steht er nicht zur Verfügung."

Die Bundesbank hingegen wies Spekulationen über die Zukunft ihres Chefs Axel Weber zurück. Die deutsche Notenbank dementierte am Mittwoch "Gerüchte über eine bevorstehende Mitteilung zur beruflichen Zukunft" Webers. Zuvor hatte es geheißen, Weber wolle auf eine Kandidatur für den Vorsitz der Europäischen Zentralbank (EZB) verzichten und womöglich zur Deutschen Bank wechseln.

Weber galt in den vergangenen Monaten als einer der heißesten Kandidaten für die Nachfolge von EZB-Chef Jean-Claude Trichet. Der Franzose tritt im Oktober turnusmäßig nach acht Jahren ab. Webers erste Amtszeit läuft bis Ende März 2012. Die Deutsche Bank wollte sich nicht zu den Gerüchten äußern, wonach sie Webers nächster Arbeitgeber werden solle.

DPA/Reuters / DPA / Reuters