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Deutscher Gründerpreis für Schüler: Mit diesen 10 Ideen wollen Schüler die Welt verändern

Eine App als Lebensretter, ein revolutionäres Düngemittel oder Biosensoren am Handgelenk: Beim Deutschen Gründerpreis für Schüler reichten rund 1000 Teams ihre Geschäftsideen ein. Die besten wurden nun in Hamburg ausgezeichnet.

Deutscher Gründerpreis Schüler

Platz 1: Graintech

Die Idee: ein revolutionäres Düngemittel. Statt drei, vier Mal im Jahr verschiedene Dünger zu streuen, müssen Landwirte nur einmal das "Powergrain " verwenden. Der All-in-One-Dünger löst sich Schicht für Schicht auf und versorgt Pflanzen und Boden so mit den jeweils benötigten Mineralstoffen.

Das Team: Heilig-Geist-Gymnasium Würselen (Martin Grafen, Jeremias Wagner, Peter Pütz, Jessica Kommer, Stephan Hoppe, Tobias Schmitz)

Am Anfang jedes großen Unternehmens steht die Geschäftsidee. Und an Ideen mangelt es dem Nachwuchs in Deutschland nicht. Beim Deutschen Gründerpreis für Schüler beteiligten sich in diesem Jahr bundesweit mehr als 4000 Schüler in rund 1000 Teams mit ihren Konzepten. Die besten zehn wurden am Donnerstagabend im Verlagshaus von Gruner+Jahr in Hamburg ausgezeichnet.

In dem von stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ausgelobten Planspiel sollten die Schüler aus ihren Ideen ein Unternehmenskonzept inklusive Businessplan und Marketingstrategie entwickeln. Das jeweilige Produkt funktionstüchtig zu bekommen, war nicht Teil der Aufgabe. Tatsächlich haben aber Gründerpreis-Teilnehmer der vergangenen Jahre ihre Geschäftsidee hinterher erfolgreich in die Tat umgesetzt

Mit Power-Dünger auf den ersten Platz

Im diesjährigen Wettbewerb überzeugte die Jury vor allem die Geschäftsidee eines Teams vom Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen bei Aachen. Die Schüler wollen mit ihrer fiktiven Firma "Graintech" ein All-in-one-Düngemittel vertreiben, das den Einsatz mehrerer Mittel überflüssig macht. Wie bei einer Süßigkeiten-Lutschkugel soll sich das "Powergrain" Schicht für Schicht auflösen. Pflanzen und Boden werden so immer zur richtigen Jahreszeit mit den jeweils benötigten Mineralstoffen versorgt. "Dies ist in vielerlei Hinsicht ökonomischer und ökologischer als die konventionellen Düngemethoden", erklärt das Team den Nutzen der Innovation.

Die Jury überzeugte nicht nur die Idee, die den Ackerbau in der Landwirtschaft revolutionieren könnte, sondern auch das hervorragend ausgearbeitete Geschäftskonzept. Laudator Matthias Koehler vom Bundeswirtschaftsministerium lobte die "sehr gute Markt- und Risikoanalyse", die ökologische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtige.

High-Tech-Träume und neue Ideen für die Bio-Tonne

Für ihre herausragenden Konzepte wurden neun weitere Schülerteams geehrt. Häufig zielen die Ideen der Schüler auf kreative Anwendungen neuer Technologien, aber auch für die Biotonne und das Heim-Aquarium sind Innovationen dabei. Bemerkenswert: Auf Platz zwei und drei des Wettbewerbs landeten zwei Teams aus derselben Schule, dem Hohenlohe-Gymnasium Öhringen. Da haben sich wohl zwei Konkurrenten gegenseitig angestachelt.

Unsere Fotostrecke zeigt die zehn Siegerteams und ihre Geschäftsideen.