EADS und der A400M Finanzkontrolle Fehlanzeige


Die Kostenexplosion beim Militärtransporter A400M ist offenbar hausgemacht: Wirtschaftsprüfer sprechen dem Airbus-Mutterkonzern EADS laut "Handelsblatt" eine effektive Finanzkontrolle bei dem 20-Milliarden-Projekt ab.

Managementfehler beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS sind einem Zeitungsbericht zufolge die Hauptursache für die dramatisch gestiegenen Kosten beim Militärtransporter A400M. "Wir sind der Überzeugung, dass das Unternehmen keine normale Finanzkontrolle für die Begleitung seiner Programme besitzt", zitiert das "Handelsblatt" aus einem vertraulichen Prüfbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PwC). Seit Jahren habe das Unternehmen keine effektive Kontrolle über die Kostenentwicklung des 20-Milliarden-Projekts, das die Produktion von 180 Militärflugzeugen für sieben europäische Staaten vorsieht.

Am Donnerstag verhandeln Vertreter der sieben Regierungen mit dem Airbus-Mutterkonzern über die Kostenexplosion. Die sieben Staaten hatten den Prüfbericht in Auftrag gegeben. "Wir stellen fest, dass der begleitende Budgetansatz die tatsächlichen Kosten des A400M-Projekts permanent und erheblich unterschätzt hat", schreibt PwC. Alle Kostenansätze hätten höchstens beschränkte Aussagekraft.

Reuters Reuters

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