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Wegen Überkapazitäten: Easyjet gibt Standort Hamburg weitgehend wieder auf

Billigflieger Easyjet will seine Kapazitäten am Flughafen Hamburg bis März 2018 um 70 Prozent verringern. Den aktuellen Flugplan soll die Entscheidung nicht beeinträchtigen. Den betroffenen Mitarbeitern sollen Jobs an anderen Standorten angeboten werden.

Easyjet - Hamburg - Standortaufgabe

Eine Easyjet-Maschine steht am Hamburger Flughafen auf dem Rollfeld

Seit 2005 fliegt Easyjet den Hamburger Flughafen an, erst 2014 baute der Billigflieger sein Angebot sogar deutlich aus. Umso überraschender verkündete das Unternehmen am Dienstag, dass es sich schon im kommenden Jahr weitgehend aus der Hansestadt zurückziehen werde. Die bislang stationierten Jets würden bis März 2018 abgezogen und rund 130 Arbeitsplätze in Hamburg gehen verloren, teilte die Fluglinie mit. Aktuell gebe es keine Änderungen im Flugplan, doch im kommenden Jahr würden die Kapazitäten um rund 70 Prozent verringert. Gegenwärtig fliegen jährlich rund 1,5 Millionen Passagiere mit Easyjet von und nach Hamburg. Im nächsten Jahr soll es dann noch eine halbe Million sein.  

Hintergrund für die Entscheidung seien Überkapazitäten auf verschiedenen Strecken am Hamburger Airport, sagte eine Sprecherin. Easyjet bedient ab Hamburg gegenwärtig bis zu 120 Flüge pro Woche zu 30 Zielen. Das Unternehmen hat drei Jets dauerhaft in der Hansestadt stationiert, im Sommer teilweise auch vier. Den Mitarbeitern sollen Arbeitsplätze an anderen Easyjet-Standorten angeboten werden. 

Easyjet will in Hamburg weiter "wichtige Rolle spielen"

"Wir wollten Nummer eins oder zwei sein, waren aber nur Nummer vier", sagte die Sprecherin. Es gebe ein Überangebot an Fluglinien, die zum Teil die gleichen Strecken bedienen. "Easyjet wird in Hamburg weiterhin eine wichtige Rolle spielen und auch zukünftig seine Geschäfts- und Freizeitreisenden befördern", hieß es in der Mitteilung.

Der Hamburger Flughafen hat bei den Passagierzahlen vor allem dank der Billigflieger in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Nicht nur Easyjet, auch Ryanair und Germanwings und kleinere Anbieter wie Norwegian nutzten den Airport für ihre Expansion in Norddeutschland. Welche Flüge Easyjet im kommenden Jahr streichen wird, ist noch nicht bekannt.

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mod / DPA