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EU-Wettbewerbshüter: Kartellwächter nehmen Lufthansa ins Visier

Verdacht gegen die Lufthansa: Hat das Luftfahrtunternehmen gemeinsam mit drei seiner US-Partner-Airlines gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen? Die EU-Kommission hat eine Kartelluntersuchung eingeleitet. Betroffen ist auch die Konkurrenz.

Die EU-Kommission hat gegen die Lufthansa und drei ihrer amerikanischen Partner in der Star Alliance eine Kartelluntersuchung eröffnet. Die Zusammenarbeit der Airlines sei bei den Flugverbindungen zwischen Europa und Nordamerika intensiver als die sonst übliche Kooperation zwischen den Firmen, erklärte die EU-Kommission am Montag in Brüssel. Die Behörde wird deshalb untersuchen, ob der Wettbewerb unerlaubt beschränkt wird. Ein entsprechendes Verfahren eröffnete die Wettbewerbsaufsicht auch gegen drei Unternehmen der Konkurrenz-Partnerschaft Oneworld Alliance.

Untersucht werden sowohl bilaterale Kooperationen der Lufthansa mit United Airlines und Air Canada als auch eine Vier-Parteien-Vereinbarung dieser drei Fluggesellschaften mit Continental Airlines. Die Beteiligten würden gemeinsam Flugpläne, Kapazitäten, den Ticketverkauf sowie Preise und Umsätze managen.

Kartellverdacht hegt die Kommission auch über die gleiche Arbeitsweise von American Airlines, British Airways und Iberia in der Oneworld Alliance. "Die Kommission untersucht, ob diese gemeinsamen Aktivitäten den Wettbewerb auf bestimmten Transatlantik-Routen beschränken könnten", erklärte die europäische Wettbewerbsaufsicht weiter.

Wie üblich bedeute der Beginn der Untersuchung aber nicht, dass die Verstöße gegen das Kartellrecht schon erwiesen seien. Für Kartelluntersuchungen gibt es keine Frist, ihre Dauer hängt von der Komplexität des Falles und der Kooperationsbereitschaft der Unternehmen ab.

Reuters / Reuters