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Eurokurs: Schuldenkrise verhagelt Gewinn der Deutschen Bank

Der Gewinn der Deutschen Bank bricht ein. Rund eine halbe Milliarde weniger als im Vorjahr hat das Geldhaus verdient. Das Institut gibt dem schwachen Euro die Schuld.

Die Euro-Abschwächung vermiest dem neuen Führungsduo der Deutschen Bank die Quartalsbilanz. Das Institut verdiente nach vorläufigen Zahlen von April bis Juni unter dem Strich nur rund 700 Millionen Euro, wie der deutsche Branchenprimus am Dienstag überraschend mitteilte. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei 1,2 Milliarden Euro gelegen. Die in US-Dollar und Britischen Pfund anfallenden Kosten der Bank hätten sich aufgrund des schwächeren Euros umrechnungsbedingt erhöht, erklärte das Institut.

Das Ergebnis vor Steuern schwächte sich den vorläufigen Zahlen zufolge von 1,8 Milliarden Euro auf rund 1,0 Milliarden Euro ab. Bei den Erträgen erwartet die Deutsche Bank einen Rückgang auf rund 8,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,5 Milliarden). Die Risikovorsorge für faule Kredite verringerte sich auf rund 400 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte sie noch bei 464 Millionen Euro gelegen.

Gewinn ging bereits zum Jahresauftakt zurück

Der Investmentbanker Anshu Jain und der frühere Deutschland-Chef Jürgen Fitschen hatten Ende Mai die Führung des Instituts vom langjährigen Vorstandschef Josef Ackermann übernommen. Bereits zum Jahresauftakt hatte die Deutsche Bank einen Gewinnrückgang verzeichnet. Unter dem Strich verdiente das Institut damals mit 1,4 Milliarden Euro gut ein Drittel niedriger aus als im starken Vorjahreszeitraum.

Den vollständigen Zwischenbericht für das kommende Quartal will die Deutsche Bank am kommenden Dienstag (31. Juni) veröffentlichen.

jar/DPA / DPA