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Facebook-Aktie: Nach Werbeboykott großer Unternehmen: Mark Zuckerberg verliert sieben Milliarden US-Dollar

Um ein Zeichen gegen den nachlässigen Umgang mit Hassrede auf Facebook zu setzen, wollen mehrere Unternehmen zunächst keine Werbung mehr in dem sozialen Netzwerk schalten. Das machte sich im Aktienkurs deutlich bemerkbar.

Werbeboykott bei Facebook: CEO Mark Zuckerberg

Gründer und Großaktionär Mark Zuckerberg verlor durch den Fall der Facebook-Aktie rund sieben Milliarden US-Dollar

DPA

Weil Facebook nicht ausreichend gegen Hassrede vorgehe, haben mehr als 100 Konzerne aktiv Stellung gegen das Unternehmen bezogen: So gaben unter anderem Coca-Cola, Honda und Starbucks bekannt, im Rahmen der "Stop Hate For Profit"-Initative zunächst keine Werbung mehr auf der Social-Media-Plattform schalten zu wollen.

Die Kritik an Facebook war aufgrund der "Black Lives Matter"-Proteste erneut aufgeflammt. Einige weiteten den Boykott auch auf die Facebook-Tochter Instagram und den Kurznachrichtendienst Twitter aus, Großkonzern Unilever verzichtet sogar bis Ende des Jahres auf jegliche Anzeigen in den sozialen Medien.

Facebook-Aktie im Fall: Marktwert fällt um 56 Milliarden US-Dollar

Das setzte die Facebook-Aktie in den letzten Tagen stark unter Druck. Am Freitag stürzte der Börsenwert innerhalb eines Handelstages um acht Prozent auf einen Kurs von 216 US-Dollar, auch heute zeigt sich ein Abwärtstrend. Mit dem Kursverfall verlor Facebok rund 56 Milliarden US-Dollar an Marktwert – und Gründer sowie Großaktionär Mark Zuckerberg damit etwa sieben Milliarden US-Dollar.

Three weeks ago, I committed to reviewing our policies ahead of the 2020 elections. That work is ongoing, but today I...

Gepostet von Mark Zuckerberg am Freitag, 26. Juni 2020

Als Reaktion auf den Werbeboykott erklärte Zuckerberg in einem Posting weitere Pläne, um abwertende Inhalte auf der Plattform einzuschränken. So sollen unter anderem Falschmeldungen vor der US-Wahl im Herbst direkt gelöscht und höhere Standards an Werbeanzeigen gesetzt werden.

Quellle: "Salzburger Nachrichten", "Meedia"

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