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Finanzmarktkrise: Citigroup sucht offenbar einen Käufer

Ein Bankriese in tiefer Krise: Erst meldet die Citigroup, dass sie mehr als 50.000 Jobs streichen will, jetzt geht es um den Verkauf von Unternehmensteilen. Offenbar wird erwägt, das komplette Bankinstitut zu verkaufen.

Nach einem drastischen Einbruch seines Aktienkurses erwägt der US-Finanzriese Citigroup laut einem Zeitungsbericht, Konzernteile oder gleich das ganze Unternehmen zum Verkauf zu stellen. Die internen Beratungen seien noch in einer frühen Phase, aber das Top-Management wolle schon einmal alle Optionen durchspielen, schrieb das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf informierte Personen.

Citigroup wollte den Bericht nicht kommentieren und bekräftigte, eine starke Kapital- und Liquiditätsbasis zu haben. Mit über 200 Millionen Kundenkonten in mehr als 100 Ländern ist die Citigroup einer der führenden Finanzkonzerne der Welt.

Zuvor hatte die Citigroup von ihrem saudischen Großaktionär Prinz Alwalid bin Talal demonstrativ Unterstützung bekommen. Er kündigte an, seinen Anteil wieder von vier auf fünf Prozent aufzustocken. Die Citigroup-Aktie sackte am Donnerstag dennoch um weitere 26 Prozent auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren ab. Den Kurssturz begründeten Börsianer mit weiter düsteren Aussichten für die Citigroup. Daran könne auch das verstärkte Engagement des Prinzen nichts ändern.

DPA/Reuters / DPA / Reuters
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