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Finanztest: Nachtspeicherheizung zu teuer? Dann wechseln Sie den Stromanbieter

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Verbraucher, die eine Nachtspeicherheizung haben, können den Stromanbieter nicht wechseln. Dabei lässt sich enorm viel Geld sparen: Finanztest zeigt, wie es geht. 

Heizstrom

Nachtspeicherheizung - dieses Wort ist ein Killer in jeder Immobilienanzeige. Denn Haus oder Wohnung mit Strom zu heizen, ist teuer. Und den Stromanbieter kann man bei dieser Heizart auch nicht wechseln - so zahlt man jedes Jahr ein kleines Vermögen an den Grundversorger. Oder doch nicht?

Nur zwei Prozent der rund zwei Millionen Heizstromkunden in Deutschland haben bisher ihren Anbieter gewechselt. Sind Kunden, die mit Strom heizen, also besonders wechselunwillig? Ein Gerücht bremst Verbraucher aus, die überteuerte Anbieter gerne verlassen würden: Wer eine Nachtspeicherheizung hat, kann den Anbieter nicht wechseln - so der Irrglaube.

Finanztest prüft Heizstrom-Angebote

2010 wurde der Markt für Heizstrom geöffnet. Dass dennoch so viele Kunden brav bei dem alten Versorger bleiben, liegt auch an fehlenden Vergleichsmöglichkeiten. Noch gibt es keine bundesweiten Tarifvergleiche. Das will  "Finanztest" ändern und hat 1600 Energieversorger angeschrieben, um die günstigsten Tarife bei gemeinsamer Messung von Haushalts- und Heizstrom (Zweitarifzähler) zu erfahren.

Geprüft haben die Finanztester in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg, da hier besonders viele Menschen Heizstrom benötigen. Der Musterhaushalt der Tester verbraucht im Hochtarif (HT) 4000 Kilowattstunden und im Niedertarif (NT) 10.000 Kilowattstunden. Dieser Verbrauch entspricht einer Dreizimmerwohnung. 

Das Ergebnis: Je nach Wohnort unterscheiden sich die besten Angebote. So können Kunden beispielsweise in Gelsenkirchen mit einem Wechsel vom Grundversorger zum Stromanbieter Evita jährlich knapp 500 Euro sparen, in Dortmund sind es beim gleichen Versorger 423 Euro, in Freiburg 179 Euro und in Stuttgart 65 Euro. 

Verivox bietet Übersicht

"Finanztest" führt einige Städte im aktuellen Test auf - für alle anderen Orte in Deutschland müssen Kunden selbst aktiv werden. Eine Übersicht von Finanztest listet die bundesweiten und regionalen  Anbieter auf. Dort können Verbraucher direkt auf der Homepage der Stromversorger die Kosten prüfen oder müssen diese erfragen. Das ist aufwendig, lohnt sich aber bei einer jährlichen Ersparnis von mehreren hundert Euro.

Gute Nachricht: Wer getrennte Zählerkästen hat, kann über das Vergleichsportal Verivox ganz leicht günstige Heizstromtarife im Internet vergleichen.

Den vollständigen Test und die Übersicht der Heizstromanbieter finden Sie gegen Gebührt auf www.test.de.