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"Lizenz zum Gelddrucken": Das lukrative Geschäft mit Flüchtlingsunterkünften

In ganz Deutschland fehlt es an Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Aus dieser Not machen einige Unternehmen, private Vermieter und sogar Makler ein Geschäft. Gravierende Fehler bei den Ländern befeuern diese Praxis noch. 

Flüchtlinge beziehen neue Unterkünfte mit ihrem Gepäck

Flüchtlinge beziehen ihre Unterkunft: Für einige Unternehmen ist dies ein lukratives Geschäft. 

In Freital pöbeln Anwohner gegen eine Flüchtlingsunterkunft, im edlen Hamburger Stadtteil Harvestehude wehrt man sich auf juristischem Wege gegen die unerwünschten neuen Nachbarn. Während sich in Deutschland wieder die hässliche Fratze der Fremdenfeindlichkeit zeigt, müssen die Kommunen zwischen Neonazis und Winkeladvokaten schnell neue Quartiere für die Flüchtlinge finden. Die Zeit drängt - offenbar so sehr, dass durch schlampige Prüfungen das Unterbringen von Flüchtlingen zu einem einträglichen Geschäft geworden ist.

Bis zu 500.000 Flüchtlinge werden in diesem Jahr nach Deutschland kommen. Schon jetzt müssen Zeltstädte und Notunterkünfte als Lückenfüller herhalten, um den Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Daher prüfen einige Kommunen auch nicht lange, wenn sie eine annehmbare Unterbringungsmöglichkeit entdeckt haben. Die Verzweiflung der Länder ruft Unternehmen und private Vermieter auf den Plan, die an dem Wohnelend der Flüchtlinge noch verdienen wollen.

Illegale Unterkunft für Flüchtlinge 

Nach Informationen des "Rundfunk Berlin-Brandenburg" (rbb) werden in Berlin zunehmend Gebäude von privaten Vermietern zweckentfremdet und illegal als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Das ist möglich, weil Pauschalen für die Flüchtlingsunterbringung gezahlt werden und diese nicht überprüft worden sind. Konkret geht es um einen Fall im Prenzlauer Berg. Dort seien 80 Flüchtlinge illegal untergebracht worden, so der "rbb". Der zuständige Bezirk habe nun reagiert und die Unterbringung untersagt. "Insgesamt ist das Geschäft mit Flüchtlingen eine Lizenz zum Gelddrucken und erst recht, wenn nicht ordentlich kontrolliert wird", sagt der Pankower Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Jens-Holger Kirchner dem "rbb". 

Makler suchen Flüchtlingsunterkünfte

Doch nicht nur illegale Heime machen die Taschen derer voll, die von der Wohnmisere der Flüchtlinge profitieren wollen. So soll Berlin auch horrende Maklergebühren gezahlt haben, um geeignete Unterkünfte zu finden. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales habe rund 186.000 Euro an Makler-Provisionen überwiesen, schreibt der "rbb" weiter, - für gerade einmal drei Unterkünfte. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung der Makler-Provision gab es nicht, auch wurde nicht gecheckt, in wie weit Eigentümer und Makler miteinander verflochten sind. 

Flüchtlinge wohnen in Hostels 

Überhöhte Wohnausgaben für Flüchtlinge sind aktuell Stadtgespräch in Berlin. So sollen sich Hostelbetreiber bereichert haben, in dem sie Flüchtlinge unter kaum zumutbaren Bedingungen einquartiert haben. Insgesamt sollen aktuell 1800 Flüchtlinge in Berlin im Hostel leben. Darüber hinaus steht auch die auf Flüchtlinge, Obdachlose und Asylbewerber spezialisierte Professionelle Wohn- und Betreuungsgesellschaft mbH, kurz PeWoBe, am Pranger: Der Heimbetreiber soll mehr Personal abgerechnet haben als beschäftigt war. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. "Betrügerische Abrechnungen sind dabei gar nicht möglich", sagt Helmuth Penz von der PeWoBe. Insgesamt fordert Berlin 162.836 Euro von dem Unternehmen zurück. Außerdem hatte der Senat bereits 90.406 Euro einbehalten. 

Die Kosten für die Flüchtlingsunterbringung haben sich in der Berlin innerhalb von vier Jahren verelffacht

Bis zu 25 Euro am Tag für die Unterbringung

Auch in anderen Teilen Deutschlands häufen sich Vorwürfe gegen Heimbetreiber. In Wörth im Kreis Passau zahlt die Kommune zwischen 15 und 25 Euro am Tag für einen Flüchtling - je nachdem ob es sich um eine Unterkunft mit oder ohne  Verpflegung handelt, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Rund 125 Flüchtlinge residieren nun in einem ausrangierten Gasthof mit 80 Zimmern. Für den Besitzer ein lohnendes Geschäft: Mehr als 56.000 Euro verdient er mit der Unterkunft. Inzwischen hat er auch zwei weitere Gasthäuser für Flüchtlinge geöffnet. Von "Goldgräberstimmung" werde in der bayerischen Provinz inzwischen gesprochen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

In private Wohnungen einmieten

Auch private Immobilienbesitzer vermieten an Flüchtlinge - und erzielen mit der Miete ein Vielfaches der ortsüblichen Preise. 

So rechnet die "Süddeutsche Zeitung" vor, dass eine 105 Quadratmeter große Wohnung in Kassel normalerweise für rund 700 Euro Kaltmiete vergeben wird. Da aber für die acht dort lebenden Flüchtlinge eine Pauschale zwischen zehn und 16 Euro am Tag gezahlt wird, würden die Wohnungseigentümer bis zu 3800 Euro im Monat bekommen. "Wenn jemand diese Zahlen hört, bekommt man schnell Mietwucher vorgeworfen", sagt Mario Neumann vom Kasseler Sozialamt. Doch die Wohnungen würden komplett mit Einrichtungen, Bettwäsche und Handtüchern vermietet. Außerdem müssten die Besitzer bei den Nebenkosten in Vorleistungen gehen. Doch es gibt einen potenziellen Vorteil zu den Massenunterkünften, die ebenfalls den Tagessatz pro Flüchtling abrechnen: Private Vermieter interessieren sich eher für die Flüchtlinge, unterstützen sie bei Behördengängen und Besorgungen. Und könnten so bei der Integration helfen.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.