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Fokus auf Kerngeschäft Siemens stößt NSN-Anteil an Nokia ab


Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks geht für 1,7 Milliarden Euro in den vollen Besitz des finnischen Handyherstellers über. Siemens befindet sich damit weiterhin auf Sparkurs.

Siemens-Chef Peter Löscher ist eine weitere Problemsparte losgeworden. Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen, aus der ungeliebten Tochter Nokia Siemens Networks (NSN) auszusteigen, hat er jetzt einen Käufer gefunden. Der finnische Handyhersteller Nokia übernehme den Netzwerkausrüster komplett und zahle für den 50-prozentigen Anteil von Siemens 1,7 Milliarden Euro, teilte der deutsche Konzern am Montag in München mit. 1,2 Milliarden Euro davon erhält Siemens in bar. Den Rest finanziert Siemens den Finnen erst einmal. Der Preis liegt damit unter dem Wert, über den zuletzt noch spekuliert worden war. Das Geschäft soll im dritten Quartal abgeschlossen werden.

Beide Unternehmen hatten NSN im April 2007 gegründet. Mit dem Verkauf des NSN-Anteils treibe das Unternehmen die "Fokussierung auf unser Kerngeschäft weiter konsequent voran", teilte Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser mit. Siemens konzentriere sich auf seine Stärken in der Energietechnik, Industrie und Infrastruktur sowie dem Gesundheitswesen.

Das Unternehmen hinkt bei Profitabilität hinter den wichtigsten Konkurrenten wie ABB und General Electric her und musste zuletzt die eigenen Prognosen immer wieder senken. Löscher beschloss daher sich von Randbereichen zu trennen. So wurde zuletzt die verlustbringende Solarsparte geschlossen, kleinere Sparten sollen verkauft werden und die Lichttochter Osram wird in der kommenden Woche (8. Juli) an die eigenen Aktionäre abgegeben.

cob/DPA/AFP DPA

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