HOME

Foxconn reagiert auf Massensuizide: Mit Gehaltserhöhungen gegen die Selbstmorde

Mehr Geld, glücklichere Arbeiter. So lautet die Rechnung des taiwanesischen Elektronikherstellers Foxconn. Der Produzent für Marken wie Apple, Hewlett-Packard und Dell leidet seit Jahresanfang unter einer nicht abzureißenden Selbstmordrate seiner Mitarbeiter.

Der wegen einer Serie von Selbstmorden unter Druck geratene Elektronikhersteller Foxconn hat seinen Mitarbeitern eine deutliche Gehaltserhöhung in Aussicht gestellt. Die Löhne würden im Schnitt um 20 Prozent angehoben, verlautete am Freitag aus Konzernkreisen in Taipeh. Mehr Geld könnte auch die Stimmung der Mitarbeiter heben, sagte ein Firmenvertreter. Das monatliche Grundgehalt in den chinesischen Fabriken von Foxconn, des weltgrößten Herstellers von Elektronikteilen, liegt derzeit bei rund 900 Yuan (106 Euro).

"Wir hoffen, dass die Angestellten eine positive Lebenseinstellung bekommen", sagte der Firmenvertreter. Pläne für eine Gehaltserhöhung gebe es bereits seit Monaten. Seit Jahresbeginn haben sich elf Foxconn-Mitarbeiter das Leben genommen, drei weitere haben Selbstmordversuche unternommen. Zuletzt versuchte sich ein 25-Jähriger am Donnerstag die Pulsadern aufzuschneiden.

Das Unternehmen, das zum Konzern Hon Hai Precision Industry aus Taiwan gehört, fertigt iPods und andere Geräte für bekannte Firmen wie Apple, Sony, Dell, Nokia und Hewlett-Packard. Arbeitnehmervertreter werfen ihm einen rigiden Führungsstil vor, den sie für die Selbstmordserie mitverantwortlich machen.

APN / APN