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Zulieferer-Probleme Lieferprobleme beim iPhone angekündigt: Apple fürchtet Engpässe zu Weihnachten

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Das iPhone 14 Pro dürfte im Weihnachtsgeschäft gefragt sein – aber die Stückzahlen sinken.
© Malte Mansholt / stern.de
Das Corona-Virus in China macht Apples Weihnachtsgeschäft Probleme: Das iPhone-Hauptwerk im chinesischen Zhengzhou arbeitet mit "deutlich reduzierter Kapazität". Die Folge: Weniger Geräte für den Jahresendspurt und eine Nachricht an Investoren.

Im China bestimmt das Corona-Virus nach wie vor den Alltag der Menschen. Durch die strenge Null-Covid-Politik der Regierung werden auch bei sehr wenigen Fällen ganze Stadtviertel abgeriegelt, die Wirtschaft des Landes leidet darunter sehr. Seit Tagen ist auch Apple davon direkt betroffen – denn ein Werk des wohl wichtigsten Zulieferers Foxconn muss im Lockdown-Modus operieren, was die Mitarbeitenden vor große Probleme stellt – und die Belegschaft stark einschränkt (hier erfahren Sie mehr).

Lieferzeit schon jetzt bei Mitte Dezember

Inzwischen sieht sich Apple gezwungen, Investoren des Unternehmens über die Umstände zu informieren. In einer Mitteilung hießt es: "Die COVID-19-Beschränkungen haben vorübergehend Auswirkungen auf die primäre iPhone 14 Pro- und iPhone 14 Pro Max-Montageanlage in Zhengzhou, China. Das Werk arbeitet derzeit mit deutlich reduzierter Kapazität. Wie schon während der gesamten COVID-19-Pandemie haben die Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter in unserer Lieferkette für uns oberste Priorität."

Es folgt eine Erklärung, was die "deutlich reduzierte Kapazität" für Apple bedeutet: "Wir sehen weiterhin eine starke Nachfrage nach den Modellen iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max. Allerdings erwarten wir nun geringere iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max-Auslieferungen als bisher angenommen und die Kunden werden längere Wartezeiten haben, bis sie ihre neuen Produkte erhalten."

Für das Weihnachtsgeschäft und die Ergebnisse von Apples umsatzstärkstem Quartal bedeutet das keine guten Nachrichten. Denn schon jetzt liegt die Lieferzeit für die meisten iPhone-14-Pro-Modelle bei Mitte Dezember – und eine Entspannung der Situation ist vor dem Hintergrund der Produktionseinschränkungen unwahrscheinlich. Das drückt natürlich auch auf den Aktienkurs des Unternehmens, dieser sank bereits seit dem 2. November von 155 US-Dollar auf inzwischen 136 US-Dollar. Vom Jahreshoch ist das Papier inzwischen mehr als 25 Prozent entfernt.

Soziale Medien zeichnen chaotisches Bild

Nachdem bekannt wurde, dass rund zehn Prozent aller Mitarbeitenden positiv auf das Virus getestet worden sind, folgten in den sozialen Medien Aufnahmen, wie Menschen versuchen, dem unter Quarantäne gestellten Werk zu entfliehen. So interviewt die "New York Times" zum Beispiel die Tochter einer Mitarbeiterin, die einen Fußmarsch von über 60 Kilometern auf sich genommen habe, um dem Lockdown – und einer Infektion – zu entkommen. Andere, nicht verifizierbare, Videos sollen indes zeigen, wie Mitarbeitende im Werk um Essen betteln und mit großen Versorgungsengpässen zu kämpfen haben. Es heißt, die Zustände hätten "Hunderte" in die Flucht getrieben – viele von ihnen planten keine Rückkehr zu Foxconn.

Der Standort Zhengzhou, genannt "iPhone City" gilt als wichtigster Knotenpunkt für die globale iPhone-Produktion. Die "New York Times" schreibt, dass etwa die Hälfte aller iPhones von dort stammen.

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