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Gestiegene Personalkosten: Bahn will Preise um bis zu drei Prozent erhöhen

Wieder einmal will die Bahn die Tickets teurer machen: Einem Medienbericht zufolge sollen die Fahrpreise ab dem Winter um zwei bis drei Prozent steigen. Aber nicht auf allen Strecken.

Die Deutsche Bahn will einem Zeitungsbericht zufolge zum Winterfahrplan die Fahrpreise erhöhen. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" sollen die Fahrpreise ab dem 15. Dezember um zwei bis drei Prozent erhöht werden. Ein Grund für die Preiserhöhung sollen demnach um rund 220 Millionen Euro gestiegene Personalkosten sein. Die Bahn hatte 2012 rund 10.000 und 2013 bislang 7000 neue Mitarbeiter eingestellt.

Die Preiserhöhung solle allerdings nicht für das gesamte Streckennetz gelten, berichtet das Blatt weiter. Die Ticketpreise auf der vom Juni-Hochwasser betroffenen West-Ostverbindung zwischen Köln und Berlin blieben stabil. Auch die Bahncard sowie Monatskarten für Schüler, Studierende und Senioren würden nicht teurer. Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte bereits Mitte September angekündigt, die Preise nicht pauschal erhöhen zu wollen. Die Beratungen sollten bis zur ersten Oktober-Woche abgeschlossen sein.

Im Juni war es nach tagelangen Regenfällen auf der Strecke zwischen Köln und Berlin zu erheblichen Störungen durch Überflutungen und Unterspülungen gekommen. Allein auf dieser Verbindung sind etwa ein Viertel aller Bahn-Passagiere im Fernverkehr (bundesweit täglich 360.000 Fahrgäste) unterwegs. Neben den Flutschäden war im August der Mainzer Hauptbahnhof teilweise wegen Personalmangels vom Schienenverkehr abgekoppelt.

cjf/AFP/Reuters / Reuters
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