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Ticketpreise der Bahn: Bahnfahren wird nicht für alle teurer

Alle Jahre wieder: Die Deutsche Bahn erhöht ihre Fahrpreise, insbesondere im Regionalverkehr. Doch für Reisende in der zweite Klasse gibt es eine gute Nachricht.

Ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn: Im Fernverkehr bleiben die Preise in der zweiten Klasse stabil.

Ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn: Im Fernverkehr bleiben die Preise in der zweiten Klasse stabil.

Die Deutsche Bahn lässt die Fahrpreise in der zweiten Klasse des Fernverkehrs unverändert. In der ersten Klasse werden Fahrkarten im Dezember 2,9 Prozent teurer, im gesamten Regionalverkehr um 1,9 Prozent, wie Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg am Montag in Berlin ankündigte.

Fahrgäste in ICE, Intercity und Eurocity können dann in der ersten Klasse über WLAN kostenlos im Internet surfen. In der zweiten Klasse werde das kostenlose WLAN voraussichtlich 2016 eingeführt. Kunden, die mit Kreditkarte und dem Internet-Bezahldienst PayPal bezahlen, müssen dafür künftig eine Gebühr entrichten.

Die Bahn dreht damit trotz steigender Energie- und Personalkosten deutlich langsamer an der Preisschraube als in den Vorjahren. Als einen Grund nannte Homburg die Konkurrenz durch Fernbusse. "Wir wollen unseren treuen Kunden zeigen, dass wir schon mitbekommen haben, dass die Wettbewerbssituation eine andere ist." Die Bahn werde sich aber nicht auf einen Preiskampf einlassen.

Weitere Streiks drohen

Die Bahn-Fahrpreise waren in den vergangenen Jahren unterm Strich regelmäßig stärker gestiegen als die Teuerungsrate, was meistens mit höheren Energie- und Personalkosten begründet wurde. Schon 2013 aber erhöhte der Konzern im Fernverkehr mit einem Zuschlag von 1,3 Prozent schwächer als im Regionalverkehr, wo Fahrkarten 2,9 Prozent teurer wurden.

Kurz nach der diesjährigen Preisrunde #link;http://www.stern.de/wirtschaft/news/bahn-tarifverhandlungen-mit-lokfuehrern-erneut-gescheitert-2140997.html;drohen Fahrgästen wieder Streiks#. Die Tarifverhandlungen der Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) waren am vergangenen Donnerstag gescheitert.

tib/DPA / DPA

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