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Gewinneinbruch bei BLG Logistics: Frischer Wind soll Bremer Hafenbetreiber stärken

Die Krise der Autobauer hat den Gewinn beim Bremer Hafenbetreiber einbrechen lassen. Nun will der Konzern Logistikdienste für Offshore-Windanlagen anbieten.

Die Krise der Autobauer hat beim Bremer Hafenbetreiber BLG Logistics den Gewinn einbrechen lassen. Das Vorsteuerergebnis sei 2009 bei dem nach eigenen Angaben führenden Automobillogistiker Europas auf 16,5 von 83,6 Millionen Euro geschrumpft, sagte Vorstandschef Detthold Aden am Dienstag. Die Umsatzerlöse gingen um 15 Prozent auf 818,5 Millionen Euro zurück. "Wir sind völlig zurückgefallen", räumte Aden ein. Ausfuhren von Mercedes, BMW oder Volkswagen laufen über die Docks an der Nordsee.

Im Geschäftsbereich Automobile seien insgesamt 4,7 Millionen Fahrzeuge transportiert und bearbeitet worden - eine Million weniger als im Vorjahr, teilte der Konkurrent der Hamburger HHLA weiter mit. Der Rückgang betraf vor allem die Seeterminals in Bremerhaven und im italienischen Gioia Tauro, wo das Umschlagsvolumen um mehr als 40 Prozent zurückging. Im ersten Quartal 2010 verzeichnete die BLG beim Autoexport in Bremerhaven dagegen einen Zuwachs um 60 Prozent, während der Import weiter um 26 Prozent zurückging. Als Gründe dafür nannte Aden die steigende Nachfrage nach deutschen Premiumfahrzeugen in China und den rückläufigen Import aus Ostasien als "logische Folge" der ausgelaufenen Abwrackprämie.

Als neues Geschäftsfeld will der Konzern Logistikdienste für den Aufbau von Offshore-Windanlagen anbieten und dafür einen Teil des Containerterminals Bremerhaven nutzen.

Reuters / Reuters