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Großbritannien: Mit dieser Extra-Steuer geht es Google, Amazon, Facebook und Co. an den Kragen

In Großbritannien soll eine Digitalsteuer eingeführt werden, um Techkonzerne zur Kasse zu bitten, die bislang nur wenig Steuern zahlen. Kleinere Digitalfirmen sollen davon ausgenommen werden.

Facebook, Amazon un Google sollen Extra-Steuer zahlen

Facebook, Amazon un Google sollen Extra-Steuer zahlen

Picture Alliance

Die EU hatte bereits im Frühjahr ähnliche Pläne präsentiert - doch bislang gibt es keine Bewegung in Brüssel, die großen Techkonzerne stärker zur Kasse zu bitten. Großbritannien macht jetzt Druck und kündigte an, dass nach dem Brexit eine Extra-Steuer auf die großen Digitalfirmen wie Amazon, Google oder Facebook zukommen wird. Hintergrund dieser Aktion. Die Konzerne erwirtschaften zwar hohe Gewinne in Großbritannien, doch die Steuern dafür zahlen sie nicht dort, sondern transferieren die Gewinne in Staaten mit deutlich niedrigeren Steuersätzen. Diesem Steuersparmodell will die britische Regierung ab April 2020 einen Riegel vorschieben. 

Demnach müssen die Techkonzerne nach zwei Prozent ihrer Umsätze als Digitalsteuer zahlen. So sollen rund 400 Millionen britische Pfund zusätzlich in die Steuerkasse geschwemmt werden. Kleinere Firmen sind von dieser Extra-Steuer ausgenommen, erst ab einem jährlichen Umsatz von mindestens 500 Millionen Pfund werden sie steuerlich belangt. 

EU streitet über Steuer für Google, Facebook und Amazon

In der EU hingegen werden eine Zusatz-Steuer oder zumindest höhere Steuern für die großen Tech-Unternehmen nur diskutiert. Ein Vorschlag der Kommission sieht vor, Unternehmen, deren weltweiter Jahresumsatz mehr als 750 Millionen Euro beträgt, zu besteuern. Die Abgabe zielt also in erster Linie auf Internetriesen wie Google, Facebook und Amazon ab. Europäische Startups sollen explizit nicht betroffen sein.    

Angestrebt ist ein Steuersatz zwischen einem und fünf Prozent auf den Umsatz. Die Kommission rechnet in ihren Modellen mit drei Prozent. Bei diesem Satz kann nach Angaben der Behörde von Steuereinnahmen in Höhe von fünf Milliarden Euro ausgegangen werden. 

Neuseeland führt Amazon-Steuer ein

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Doch eine Einigung scheint in weiter Ferne, denn dafür ist die Einstimmigkeit der EU-Mitgliedsstaaten notwendig. Frankreich macht zwar Druck und fordert zusätzliche Abgaben der Großfirmen. Doch es gibt auch Widerstand aus einigen Ländern, wie beispielsweise Irland. Dort haben einige der großen Firmen ihren Europa-Sitz. Auch Deutschland reagiert bislang zögerlich, da man fürchtet, dass durch so eine Steuer der Handelskonflikt mit den USA noch befeuert werden könnte. Die EU-Kommission fürchtet einen "Flickenteppich nationaler Lösungen" und eine "Zersplitterung des Binnenmarktes" und dringt deshalb auf eine europäische Lösung. 

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kg/mit Agentur