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Sicherheitslücke: Gutscheinkarten können leicht manipuliert werden

Wie die Computerzeitung "c't" in einem Test gezeigt hat, kann das Guthabenkarten-System leicht missbraucht werden. Betrüger können durch unsichere Barcodes und Magnetstreifen auf Guthaben zugreifen.

Die Barcodes und Magnetstreifen von Guthabenkarten sind laut "c't" leicht manipulierbar

Die Barcodes und Magnetstreifen von Guthabenkarten sind laut "c't" leicht manipulierbar

Das System hinter den Guthabenkarten von Tankstellen und Einzelhändlern kann laut einem Bericht der Computerzeitschrift "c't" leicht ausgetrickst werden. Opfer von Betrügern seien dabei vor allem ahnungslose Käufer oder Beschenkte, deren Kartenguthaben von den Kriminellen abgeräumt werden könne, berichtete die "c't" am Freitag.

Als zentrale Schwachstelle hat die Zeitschrift die Tatsache ausgemacht, dass viele Guthabenkarten lediglich mit einem aufgedruckten Barcode oder einem Magnetstreifen gesichert sind. Barcodes ließen sich jedoch leicht kopieren oder selbst erzeugen, sodass ein Gauner leicht eine Dublette eines Gutscheins herstellen könne, schreibt die "c't". "Dabei kann sich der Gauner aussuchen, ob er einen ehrlichen Kunden die Dublette kaufen lässt und das Original verwendet oder ob er selbst die Dublette zum Einkaufen benutzt."

Von der Sicherheitslücke betroffen seien unter anderem die Geschenk- und Guthabenkarten von Media Markt, Saturn, Obi und Toom sowie Prepaid-Karten von Shell und Jet. Bei manchen Gutscheinkarten wie bei iTunes von Apple könne der Original-Barcode mit einem anderen Barcode überklebt werden, um an das Guthaben zu kommen. Ein Sprecher des führenden Kartenherstellers Retailo sagte der "c't", man habe solche Betrügereien bislang nur in sehr geringem Ausmaß in den USA beobachtet. Es handele sich um wenige Einzelfälle. Es gebe daher keinen Handlungsbedarf. Media Markt und Saturn hingegen erklärten der Zeitschrift, sie wollten "umgehend Maßnahmen ergreifen, um solche Betrügereien künftig unmöglich zu machen".

amt/DPA / DPA
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