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Sprachlautsprecher Echo Alexa-Panne: Amazon gibt 1700 Sprachaufnahmen an Fremde weiter

Der Lautsprecher Amazon Echo - Alexa Voice Service
Ein Amazon-Kunde erhielt Sprachaufnahmen eines Fremden
© Britta Pedersen / Picture Alliance
Amazons Echo-Geräte zählen zu den populärsten Sprachlautsprechern in Deutschland. Nun wurde bekannt, dass der Konzern private Sprachaufzeichnungen an fremde Personen verschickte.

Sprachlautsprecher sind praktisch, stehen aber auch im Verruf, ständig mitzuhören. Dennoch werden sie in der kommenden Woche unter zigtausenden Tannenbäumen stehen. Den Markt dominiert bislang Amazon mit seinen Echo-Lautsprechern. Umso schwerer wiegt daher ein Skandal, den die "c't" kurz vor Heiligabend aufgedeckt hat: Wie die Fachzeitschrift berichtet, hat Amazon private Sprachaufzeichnungen eines Kunden einer völlig fremden Person ausgehändigt. "Nun ist Amazon genau das passiert, was Datenschützer immer befürchteten", schreibt das Onlineportal "Heise.de".

1700 Audiodaten weitergegeben

Dem Bericht zufolge hat ein deutscher Amazon-Kunde um die Auskunft der zu ihm gespeicherten Daten gebeten. Monate später stellte der Konzern ein ZIP-Archiv. Darin befanden sich neben 50 auf seine Person bezogene Daten auch rund 1700 Audio-Dateien sowie ein PDF mit transkribierten Inhalten, die Amazons Alexa-Software aufgezeichnet hat. Allerdings besaß der Kunde gar keinen Sprachlautsprecher von Amazon. Sämtliche Dateien mussten deshalb von einem anderen Nutzer stammen.

Der Kunde bat um Aufklärung des Falls, soll dem Magazin zufolge aber nie eine Antwort erhalten haben. Stattdessen führte der zuvor verschickte Download-Code ins Leere, Amazon hat die Dateien vermutlich im Nachhinein entfernt. Eine ausreichende Prüfung scheint es trotz der sensiblen Daten nicht gegeben zu haben.

Aufnahmen aus intimer Umgebung

Schockierend ist nicht nur, dass die fremden Daten überhaupt weitergereicht wurden, sondern auch der Umgang des Konzerns mit dem Fall. "c't" hat die Aufnahmen vorliegen, die eindeutig aus intimen Momenten stammen - "beispielsweise aus Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad". Der Redaktion gelang es, anhand der Anfragen den Besitzer des Echos zu ermitteln. Der war perplex, denn das Unternehmen hatte ihn nicht über das Datenleck informiert, obwohl dem Unternehmen der Fall bekannt war.

Amazon hat mittlerweile Stellung bezogen: "Dieser unglückliche Fall war die Folge eines menschlichen Fehlers und ein isolierter Einzelfall. Wir haben das Problem mit den beiden beteiligten Kunden geklärt und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung unserer Prozesse ergriffen. Wir standen auch vorsorglich in Kontakt mit den zuständigen Behörden."

Allerdings berichtet die "c't": "Den betroffenen Echo-Nutzer kontaktierte Amazon.de erst vier Wochen nach der Panne, kurz nach der Anfrage von c't." Als Wiedergutmachung erhielt er laut eigener Aussage eine kostenlose Prime-Mitgliedschaft und zwei weitere Echo-Lautsprecher.

Quellen: "heise.de"

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cf

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