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Hagelschaden: 30.000 Volkswagen verbeult

Ein schweres Unwetter über Niedersachsen hat nicht nur die Stimmung im VW-Werk in Emden verhagelt: Tischtennisballgroße Eiskörner beschädigten bis zu 30.000 Neuwagen. Die Schadenssumme erreicht wahrscheinlich einen dreistelligen Millionenbetrag.

Bei einem schweren Unwetter am vergangenen Sonntag sind bis zu 30.000 Neuwagen im Volkswagenwerk Emden beschädigt worden. VW-Sprecher Christoph Adomat bestätigte der "Süddeutschen Zeitung", dass "ein erheblicher Teil" der 30.000 Fahrzeuge betroffen sei. Es handle sich um Lack- und Blechschäden, Scheiben seien nicht zerborsten. Die Schadenssumme lasse sich noch nicht verlässlich beziffern, könne aber einen dreistelligen Millionenbetrag erreichen.

Adomat sagte, dass VW gegen Hagelschäden versichert sei. Der Konzern spricht mit seinen Versicherern über den entstandenen Schaden. Derzeit würden alle Fahrzeuge in speziellen Lichtunnels geprüft. Dadurch komme es zu Verzögerungen bei der Auslieferung an die weltweite Kundschaft. Die Höhe des entstandenen Schadens stehe noch nicht fest, hieß es aus dem Unternehmen.

Im Werk Emden produziert VW den Mittelklassewagen Passat. Außerdem werden in dem Nordseehafen Fahrzeuge aller Konzernmarken für den Export verschifft. Deshalb stehen dort besonders viele Autos auf Freiflächen.

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters
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