Insolventer Handelskonzern Arcandor wird zerschlagen


Das war es dann: Der insolvente Arcandor-Konzern kann seine Insolvenz nicht zum Neustart nutzen und gibt die Suche nach einem Investor für das gesamte Unternehmen auf. Nun sollen die Konzerntöchter, darunter Karstadt, einzeln verkauft werden.

Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick gibt sein Ringen um die Rettung des gesamten insolventen Handelskonzerns auf. In einer Mitteilung für die Börse erklärte Arcandor am Mittwoch, wegen "der jüngsten Entwicklungen und eines schwierigen Marktumfeldes sind die Chancen, einen Ankerinvestor zu finden, inzwischen als äußerst gering einzustufen". Die Suche werde deshalb am Samstag eingestellt. Im Vordergrund stehe nun, Investoren für die beiden operativen Töchter Primondo (Quelle) und Karstadt zu finden.

Damit könnte eine Übernahme der Kaufhaussparte Karstadt durch den Konkurrenten Kaufhof näher rücken. Der will 60 der 90 Häuser übernehmen. Auch für die Karstadt-Sporthäuser gab es schon Interessenten. In der Sparte Versandhandel (Primondo), zu der das Fürther Versandunternehmen Quelle gehört, gab es zuletzt nur für einige Teile Interessenten. Die Tourismustochter Thomas Cook ist von der Insolvenz nicht direkt betroffen.

Anfang Juni hatte der Konzern Insolvenzantrag gestellt und dies mit drohender Zahlungsunfähigkeit begründet.

AP/Reuters AP Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker