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895.000 Euro Kaution: Middelhoff aus Untersuchungshaft entlassen

895.000 Euro - so viel kostet die Freiheit für Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff. Für diese Summe entließ das Landgericht Essen den ehemaligen Top-Manager aus der Untersuchungshaft.

Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff kommt nach fünf Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß

Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff kommt nach fünf Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß

Der frühere Spitzenmanager Thomas Middelhoff ist wieder auf freiem Fuß. Middelhoff sei aus der Untersuchungshaft entlassen worden, teilte das Landgericht Essen am Mittwoch mit. Die geforderte Kaution von 895.000 Euro sei gestellt worden. Das Gericht machte keine Angaben dazu, wer die Kaution gestellt hat.

Zuvor hatte das Gericht den Haftbefehl gegen den Ex-Chef des früheren Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor außer Vollzug gesetzt. Middelhoff war Mitte November wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Anwälte des ehemaligen Spitzenmanagers hatten dessen Haftbedingungen immer wieder scharf kritisiert. Ihr Mandant sei in der Essener Untersuchungshaft alle 15 Minuten kontrolliert worden, ihm sei massiv Schlaf entzogen worden. Middelhoff hatte immer wieder Haftbeschwerde erhoben. Der Fall wird wohl vor dem Bundesgerichtshof landen.

In U-Haft wegen Fluchtgefahr

Middelhoff, der Ende März Privatinsolvenz beantragt hatte, war am 14. November 2014 vom Landgericht Essen zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Middelhoff unter anderem Privatflüge mit Charterjets und Hubschraubern über Arcandor abgerechnet und seinem ehemaligen Arbeitgeber insgesamt einen Schaden von rund einer halben Million Euro zugefügt hat.

Das Landgericht hatte Fluchtgefahr angenommen, da Middelhoff nach seiner Festnahme zunächst die Existenz eines zweiten Reisepasses mit einem gültigen Visum für China verschwiegen habe.

ivi/Reuters/DPA / DPA / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.