JUGENDSCHUTZ Ferienjob oder Kinderarbeit?


Vorsicht bei der Auswahl: Eine Menge Jobs mögen zwar gut bezahlt sein, sind aber gar nicht für Kinder gedacht. Das Gesetz macht da ganz klare Vorgaben.

Sommerferien bedeuten für viele Schüler auch Job-Zeit. Doch der Wunsch, das Taschengeld aufzubessern, kann auch zu unfreiwilliger Kinderarbeit werden, warnt das Sozialministerium Magdeburg. Das Jugendarbeitsschutzgesetz soll sowohl von Eltern und Kindern als auch von Arbeitgebern unbedingt beachtet werden.

Maximal vier Wochen

Danach sollten Schüler, die in den Ferien arbeiten, mindestens 15 Jahre alt sein. Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren dürfen pro Kalenderjahr maximal vier Wochen arbeiten, höchstens acht Stunden täglich. Sonn- und Feiertag sowie Nachtschichten sind im Ferienjob tabu. Ausnahmen gibt es lediglich für bestimmte Branchen, so für Gaststättenwesen, Landwirtschaft und Gesundheitsdienst.

Ruhepausen beachten

Genaue Regelungen hat der Gesetzgeber auch für Ruhepausen vorgesehen. So steht den Schülern bei einem Ferienjob-Arbeitstag von 4,5 bis sechs Stunden mindestens eine 30-minütige Pause zu. Bei einem längeren Arbeitstag muss die freie Zeit doppelt so lange.

Kein Umgang mit gefährlichen Stoffen

Einem strikten Beschäftigungsverbot unterliegen Arbeiten, die mit besonderen Unfallgefahren verbunden sind oder den Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen erfordern. Dazu zählen die Beschäftigung an Säge-, Hobel-, Fräs-, Hack- und Spanschneidemaschinen ebenso wie Schweißarbeiten und Tätigkeiten in Kühl- und Nassräumen, wie sie etwa in Brauereien und Schlachthöfen üblich sind. Ebenso untersagt ist das Heben und Tragen schwerer Lasten und die Beschäftigung in medizinischen Einrichtungen mit erhöhter Infektionsgefahr.aber es bleiben sicher auch sonst noch genug Jobs übrig, die erlaubt sind...


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