Kleinfeld Millionenzahlung kein Schuldeingeständnis


Der frühere Siemens-Chef Klaus Kleinfeld will laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge zwei Millionen Euro Schadenersatz wegen des Korruptionsskandals an den Konzern zahlen. Kleinfeld wolle damit einen langwierigen Gerichtsprozess vermeiden, berichtete das Blatt am Freitag unter Berufung auf eigene Informationen.

Der frühere Siemens-Chef Klaus Kleinfeld will laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge zwei Millionen Euro Schadenersatz wegen des Korruptionsskandals an den Konzern zahlen. Kleinfeld wolle damit einen langwierigen Gerichtsprozess vermeiden, berichtete das Blatt am Freitag unter Berufung auf eigene Informationen. Der inzwischen als Chef beim US-Aluminiumriesen Alcoa tätige Kleinfeld sehe in der Zahlung aber kein Schuldeingeständnis. Ein Siemens-Sprecher wollte den Bericht nicht bestätigen. Er verwies darauf, dass sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 2. Dezember mit den Schadenersatzforderungen an die Ex-Vorstände beschäftigen werde.

Wie die "SZ" weiter berichtete, lehnt der langjährige Siemens-Chef Heinrich von Pierer dagegen weiter die vom Konzern geforderte Schadenersatzzahlung ab. Pierer wehre sich dagegen, dass er mit sechs Millionen Euro die größte Summe zahlen solle und damit als Hauptschuldiger im ehemaligen Vorstand dastehe. Laut "SZ" könnte es damit in seinem Fall auf einen Musterprozess hinauslaufen, der Aufschluss über die Haftung von Spitzenmanagern für Missstände im eigenen Unternehmen geben könne. Allerdings sei Siemens bereit, das ursprünglich bis Mitte November für ein Einlenken gestellte Ultimatum bis einige Tage vor der Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember zu verlängern.

Siemens hatte von zehn einstigen Vorstandsmitgliedern wegen des Korruptionsskandals, der den Konzern eine Milliardensumme kostete, Schadenersatz gefordert. Bisher haben erst drei ehemalige Manager eingelenkt und jeweils 500.000 Euro bezahlt.

AFP AFP

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