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Konjunktur: Deutsche Exporte ziehen an

Die deutschen Exporte sind im November unerwartet deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legten sie um 1,6 Prozent zu. Im Vorjahresvergleich zeigt sich zwar noch ein leichtes Minus, doch für 2010 ist die Branche optimistisch.

Die deutsche Exportindustrie scheint auf dem Weg der Erholung: Im November gingen die Ausfuhren ins Ausland nur noch um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Im dritten Quartal von Juli bis September waren die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr noch um fast 20 Prozent eingebrochen. Die deutschen Unternehmen führten im November laut Statistik Waren im Wert von 73,7 Milliarden Euro aus. Die Exporte stiegen damit im Vergleich zum Oktober um 1,6 Prozent und damit den dritten Monat in Folge.

Die Importe lagen im November laut Statistik bei einem Wert von 56,3 Milliarden Euro, dies war ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,8 Prozent. Auch im Vergleich zum Oktober nahm der Wert der Einfuhren ab, und zwar um 5,9 Prozent.

Die Exportindustrie rechnet laut einer Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Industrie auf Jahressicht mit einem Rückgang der Exporte von insgesamt rund 18 Prozent. In den Jahren vor der Krise hatte die jährliche Wachstumsrate der deutschen Exporte bei acht Prozent gelegen. Im kommenden Jahr rechnet die Exportindustrie mit einem Plus von vier Prozent.

DPA / DPA
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