HOME

Konjunkturkrise: Metallindustrie brechen Aufträge weg

Die Konjunkturkrise hat jetzt auch die exportstarke deutsche Metall- und Elektroindustrie voll erwischt. Im Oktober gingen die Aufträge Medienberichten zufolge um 20 Prozent zurück. Wegen der schwierigen Lage sei ein Abbau von Arbeitsplätzen im nächsten Jahr nicht zu vermeiden.

Der Auftragseingang in der deutschen Metall- und Elektroindustrie ist einem Zeitungsbericht zufolge im Oktober um 20 Prozent eingebrochen. Grund sei die Konjunkturkrise, die inzwischen in der exportstarken deutschen Industrie deutliche Spuren hinterlasse, berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf Angaben des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall.

Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser sagte der Zeitung, bis in den September hinein habe es in der Branche noch einen Stellenzuwachs gegeben. Seitdem sei der Job-Aufbau zum Stillstand gekommen. Zwar würden die Firmen alles daran setzen, ihre Stammbelegschaft durch das Konjunkturtal hindurch zu halten. Um einen Personalabbau werde die Branche 2009 aber nicht herumkommen.

Kannegiesser kündigte zudem an, viele Firmen würden wegen der schwierigen Lage die Klausel zur zeitweiligen Aussetzung der Lohnsteigerung in Anspruch nehmen, die im jüngsten Tarifvertrag vereinbart worden sei. "Wir erwarten von der IG Metall, dass sie hier nicht hinter den Kulissen bremst", mahnte der Gesamtmetall-Chef. Im Mitte November vereinbarten Tarifabschluss war festgelegt worden, dass wirtschaftlich schwache Firmen mit Zustimmung des Betriebsrates Teile des Tarifpakets flexibel gestalten können.

Reuters/AFP / Reuters