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LUFTFAHRT: Flugverbot für Airbus gefordert

Fast 60 American-Airlines-Piloten haben in einem offenen Brief ein Flugverbot für ihre Maschinen gefordert. Nach dem Airbus-Absturz vom November sind technische Gründe immer noch nicht ausgeschlossen.

Rund 60 Piloten der US-Fluglinie American Airlines haben in einem Brief ein Flugverbot für die Airbus-A300-Flugzeuge der Gesellschaft gefordert. Beim Absturz eines solchen Airbus der American Airlines im vergangenen November haben sich Zweifel an der Sicherheit der Maschinen aufgetan, hieß es in dem offenen Brief. Die Fluggesellschaft und der Hersteller Airbus teilten darauf mit, dass es keinen Grund gibt, die Maschinen mit einem Flugverbot zu belegen. Ein Airbus der American Airlines war Mitte November kurz nach dem Start vom New Yorker Flughafen John F. Kennedy abgestürzt. 265 Menschen wurden dabei getötet.

Kein eindeutiges 'Ja'

»Haben wir kein Problem damit, unsere Freunde und Familie an Bord einer A300 zu lassen? Wenn die Antwort auf diese Frage kein eindeutiges Ja ist, dann würde ein gut ausgebildeter Pilot schlussfolgern, dass auch sonst niemand damit fliegen sollte«, hieß es in dem Brief, der von Piloten in New York, Boston und Miami unterzeichnet wurde.

Pilotengewerkschaft zieht nicht mit

Die Ermittler in dem Flugzeugabsturz haben keinen Grund gefunden, ein Flugverbot für den Airbus A300 auszusprechen, teilten American Airlines und Airbus mit. Der Brief der Piloten hat auch nicht die Unterstützung der Pilotengewerkschaft der American Airlines. »Gegenwärtig sprechen wir uns nicht für ein Flugverbot aus«, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft.

Grund immer noch unklar

Die Piloten kritisieren, dass Ermittler, Hersteller und Fluglinie noch keine klare Vorstellung haben, warum Teile des Heckleitwerks des Flugzeugs abgebrochen sind. Es gibt keinen Test, mit dem der Zustand des Leitwerks unzweifelhaft überprüft werden kann.