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Kriselndes Modelabel: Abercrombie-Chef tritt zurück

Der Glanz früherer Tage ist verblasst: Der langjährige Chef des Modelabels Abercrombie & Fitch, Michael Jeffries, ist zurückgetreten. Die Anleger freut das.

Eine Shopperin auf New Yorks Edelboulevard Fifth Avenue: A&F ist für die Konsumenten nicht mehr so aufregend und hip wie in den vergangenen Jahren

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Die angeschlagene US-Modefirma Abercrombie & Fitch ist ihren umstrittenen Chef Michael "Mike" Jeffries los. "Ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine neue Führung, das Unternehmen in die nächste Entwicklungsphase zu bringen", sagte Jeffries laut Firmenmitteilung vom Dienstag. #link;http://www.stern.de/lifestyle/mode/wer-steckt-hinter-abercrombie-fitch-568987.html;Er hatte die Geschäfte seit 1992# geleitet. Bis ein Nachfolger berufen ist, wird ein Management-Team die Firma führen. Jeffries hatte im Januar bereits den Verwaltungsratsvorsitz abgegeben und damit an Macht eingebüßt. Anleger begrüßten den Personalwechsel: Die Abercrombie-Aktie ging mit einem Plus von mehr als fünf Prozent in den Handel.

Abercrombie befindet sich in der Krise. Bei der Zielgruppe trendbewusster Jugendlicher ist das Label nicht mehr sonderlich gefragt. Trotz deutlicher Preisnachlässe brachen die Verkäufe zuletzt ein. Kunden setzen auf günstigere und angesagtere Marken wie H&M oder Urban Outfitters. Firmenchef Jeffries stand wegen eines kontroversen Schönheitsideals schon seit Jahren in der Kritik. Irritierende Aussagen, er wolle Dicke und Alte nicht in Abercrombie-Klamotten sehen, brachten dem Unternehmen schon früh ein elitäres Image ein, das bei vielen Kunden auf Empörung und Ablehnung stieß.

tis/DPA / DPA
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