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Kuh 2665: Die 100.000-Liter-Maschine

Sie ist ein Rohstofflieferant auf vier Beinen, ein Wunderwerk der Zuchtkunst. Ihre Geschichte erklärt, warum der Milchpreis so niedrig ist - und sie offenbart die schwierige Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Von Silke Gronwald

Kuh 2665 ist groß und hager. Das schwarzweiß gefleckte Fell spannt über den spitz vorstehenden Hüftknochen. Jede Rippe zeichnet sich ab. Das einzig Dicke an diesem Tier: das Euter. Es hängt schwer unter dem Bauch, rund und prall wie ein rosa Luftballon kurz vorm Platzen. Kabeldicke Adern laufen netzförmig über die dünne Haut, die vier Zitzen stehen ab wie kleine Gartenschläuche. Eine Schönheit ist sie nicht. Muss sie auch nicht sein. Diese Kuh ist eine absolute Leistungsträgerin, ein 100.000-Liter-Wunderwerk menschlicher Zuchtkunst. An ihr lässt sich zeigen, wie tief sich das Verhältnis von Mensch und Tier in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt hat. Welchen Preis wir in Wahrheit für die billige in den Supermärkten zahlen. Und welche ethischen Fragen das aufwirft.

Um ihren Nacken hängt ein breites Halsband: 2665. Mähdrescher und Getreidehäcksler heißen auch nicht oder Bertha. Warum soll also eine Milchmaschine auf vier Beinen einen Namen tragen? 

Nummer 2665 schiebt ihren dicken Kopf durchs Metallgestänge, schnaubt kurz und gräbt dann das fleischfarbene Maul in die Grütze aus Gras, Mais und Gerste, die vor ihr in der Fressrinne liegt. In gleichmäßigem, fast meditativem Rhythmus zermahlen die Kiefer das Futter, die großen Plüschohren mit den gelben Knopfmarken zucken ein wenig, und das weiße Dreieck auf dem breiten Schädel leuchtet im schummrigen Licht des Stalls. Gut alle zwei Stunden klatscht hinter 2665 ein graugrüner Fladen auf den Betonboden. Es riecht nach Gülle, Heu und warmen Tierleibern. Intensiv würzig, nicht so beißend wie in der Schweinemast. 

Der Milchbetrieb Maas in Lützow liegt in Mecklenburg-Vorpommern, eine halbe Autostunde westlich von Schwerin. Alte Linden säumen die Allee zum Hof, in der DDR sollte hier eine Vorzeige-LPG entstehen, dann kam die Wende. 1994 wurde der 750-Hektar-Betrieb samt Ställen und Tieren von dem Niedersachsen Georg Maas gekauft. Er ist Bauer in siebter Generation. Mit 600 Rindern ist sein Betrieb heute einer der größeren im Norden. 50 Kilometer weiter steht der bundesweit wohl größte Hof mit mehr als 3000 Kühen – eine gigantische Milchfabrik.

Milch als Ramschware

Seit Wochen klagen die Bauern über den niedrigen . Zu Recht. 20 Cent je Liter – Milch ist zur Ramschware verkommen. Das Angebot auf dem Markt ist einfach zu groß. Über die Folgen des Überangebots wollen die meisten Großbauern allerdings lieber nicht sprechen, auch nicht darüber, was das ständige Streben nach Effizienz und High-Performance für Tier und Mensch bedeutet. Die meisten Landwirte lehnen alle Anfragen barsch ab.

Bauer Maas hat seine Tore geöffnet. Stolz führt er durch den Stall und präsentiert seine Herde. "Wir dürfen uns nicht verstecken, wir müssen die Leute wachrütteln" , sagt er. Seinen Tieren geht es gut – so gut, wie es ihnen eben im Rahmen der industriell organisierten Landwirtschaft gehen kann. Es ist ein System, das sich ein Bauer wie Georg Maas nicht ausgedacht hat, das er aber mitträgt, weil er davon lebt. So wie die Molkereien es mittragen, die Milliarden umsetzen; so wie die Supermärkte es mittragen, für die Milch eines der wichtigsten Produkte in ihren Regalen ist; und so wie wir Verbraucher es mittragen, wenn wir jedes Mal nach dem günstigsten Tetrapack greifen.

Es ist ein heißer Tag. Stöhnend hat sich Kuh 2665 zum Wiederkäuen auf den Stallboden gelegt, eingekeilt zwischen anderen Kuhleibern. Die Augenlider mit den langen Wimpern klappen träge auf und zu, der Schwanz wischt ein paar lästige Fliegen weg. Ein Bild der Gemächlichkeit. Der Ruhe. Doch das Bild täuscht. Im Inneren von 2665 dampft und brodelt es wie in einem Reaktor. Die Kuh verwandelt für den Menschen unverdauliches Gras in das Grundnahrungsmittel der Deutschen: 7,6 Millionen Tonnen Milch und Frischmilcherzeugnisse verbrauchen wir jährlich – viel mehr als Brot, Kartoffeln oder Nudeln.

40 bis 50 Liter Milch täglich

Für einen einzigen Liter Milch muss die Kuh rund 500 Liter Blut durch ihr Euter pumpen. Eigentlich kein Problem. Doch die moderne Turbo-Kuh gibt nicht ein paar Liter für ein Kälbchen, sondern 40 bis 50 Liter täglich für den Massenmarkt. Und so drängt und strömt es in ihr – ständig, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

"Die Zucht hat die Leistung von Milchkühen in den vergangenen 100 Jahren vorangetrieben, ähnlich wie die Ingenieurskunst die Entwicklung der Automotoren", sagt Holger Martens, emeritierter Professor für Veterinärmedizin aus Berlin. Mehr Milch pro Kuh verspricht mehr Umsatz pro Tier, mehr Ertrag pro Stallquadratmeter. Heute produzieren die Tiere das Drei- bis Vierfache von dem, was sie noch in den 50er Jahren geschafft haben. 1990 gab eine Kuh im Schnitt 4710 Kilo Milch pro Jahr – heute sind es 7620. Um diese gewaltige Menge zu erzeugen, läuft das Herz-Kreislauf-System der Kuh permanent auf Hochtouren. Sie ist Extremsportlerin – und hat doch keine Kraft, um in Bocksprüngen über die Weide zu toben.

Melkzeit. Mit dem Hinterteil voran steht Nummer 2665 im Melkstand. In der Mitte: ein breiter Gang für die Mitarbeiter, gut einen Meter abgesenkt. Hofmitarbeiterin Helga, in grüner Latzhose und blauen Gummihandschuhen, eilt von Euter zu Euter, alle auf Augenhöhe in einer endlosen Reihe. Vor jeder Box hängen ein Melkgeschirr und ein kleiner blauer Kontrollmonitor. Von der Decke baumeln dicke Rollen mit Papiertüchern. Routiniert wischt Helga die Zitzen sauber, melkt die Vormilch mit der Hand ab, stülpt die vier Zitzenbecher über. Im Sekundentakt pumpt und presst die Maschine. Nach zwei Minuten ist das Euter leer. Nummer 2665 gibt 13,5 Liter. Dreimal täglich wird sie gemolken. Macht rund 40 Liter pro Tag.

Kuh 2665

Sie gehört zur Rasse Deutsche Holstein-Friesian. Es ist weltweit die bedeutendste Milchviehrasse. Manche dieser Wunderkühe kommen auf sagenhafte 200.000 Liter Lebensleistung. Je ergiebiger eine Kuh ist, desto begehrter sind auch ihre Nachkommen. Das Tier mit der höchsten Pumpleistung wird für die Zucht genommen. Andere Faktoren wie Gesundheit oder Fitness werden erst seit Kurzem berücksichtigt. Diese jahrzehntelange einseitige Selektionhat zu einem grausamen Effekt geführt. Der Mechanismus, der die Milchmenge steuert, sie an die Konstitution der Kuh anpasst und gegebenenfalls drosselt, funktioniert nicht mehr. Die Kühe geben mehr Milch, als sie verkraften können. Der Output ist höher als der Input. Ein Zuchtdefekt. Landwirte nennen dieses Phänomen nüchtern "negative Energiebilanz". Für ein paar Wochen können die Tiere das Defizit ausgleichen, doch was dann passiert, erklärt der Berliner Tiermediziner Martens so: "Die Tiere hungern vorm vollen Futtertrog. Sie können den gewaltigen Energiebedarf ihrer eigenen Milchproduktion mit der Nahrungsaufnahme nicht mehr decken."

Die Folge: Erst magern die Kühe ab, die Reserven an Bauch und Brust schwinden, dann werden selbst die Fettpolster in den Klauen geopfert, die den massigen Tieren das Laufen auf dem harten Betonboden erleichtern, weil sie wie Stoßdämpfer wirken. Von nun an schmerzt jeder Schritt. Und irgendwann fallen sie einfach tot um.

Ausgemergelt zum Schlachter

Das sind keine tragischen Einzelfälle. Das gehört zum Alltag der Milchindustrie, zum Alltag der Kühe. Dieses Problem ist in den vergangenen Jahren so groß geworden, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein wissenschaftliches Projekt ins Leben gerufen hat. Professor Wolfram Gronwald vom Institut für funktionelle Genomik an der Uniklinik Regensburg, der an dem Projekt arbeitete, sagt: "Die Zahlen sind dramatisch. Im Schnitt werden Hochleistungskühe heute nur noch fünf Jahre alt." Damit hat sich die Lebenserwartung von ursprünglich 20 Jahren innerhalb weniger Jahrzehnte auf ein Viertel reduziert. Gerade mal zwei, drei Jahre geben viele Kühe nur noch Milch. Dann sind sie ausgemergelt, krank, kaputt und kommen zum Schlachter. Diese kurze Lebensdauer macht auch ökonomisch keinen Sinn.

"Es ist so, als würden Ingenieure einen Rennwagen immer schneller machen, aber bereits nach wenigen Kilometern hätte er einen Totalschaden", sagt Gronwald. Er und sein Team suchen mithilfe aufwendiger Analysen nach Möglichkeiten, die weniger anfälligen Tiere im Vorfeld zu identifizieren und für die Zucht auszuwählen. "Dabei gäbe es einen viel einfacheren Weg: Man kehrt einfach zu den alten Nutztierrassen zurück", sagt der Forscher. Dazu müsste man allerdings bereit sein, auf etwas Milch zu verzichten. Aber ist das realistisch? Oder einfach nur naiv?

Das Tierschutzgesetz sagt: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." Aber was ist ein vernünftiger Grund? Ist die Fixierung auf einseitige Zuchtziele schon Tierquälerei? Oder ist sie der vernünftige Umgang mit endlichen Umweltressourcen angesichts einer dramatisch wachsenden Weltbevölkerung?

Das Rind ist eines der ältesten Nutztiere der Welt. Seit Jahrhunderten gehört es zu unserer Kultur. Es hat den Menschen Bergregionen als Lebensraum erschlossen, in denen Ackerbau nicht möglich war, es hat die so geliebten Weide- und Wiesenlandschaften geprägt. Das Verhältnis zwischen Mensch und Kuh war immer ein sehr enges. Bis ins 20. Jahrhundert lebten sie zusammen unter einem Dach. Die Entfremdung setzte erst mit der Industrialisierung der Landwirtschaft und der Massentierhaltung ein. Heute begegnet uns das Tier meist nur noch abgepackt, als Steak in der Fleischtheke oder auf dem Milchkarton im Kühlregal – oder im Bilderbuch in einer romantisch verklärten Bauernhof-Welt, die es so kaum gibt.

Die Hochleistungszucht hat die Tiere zu Produktionsmitteln gemacht. Hocheffizient, aber kaum noch lebensfähig. Geschöpfe als Rohstofflieferanten, als nachwachsende Ressourcen, die der Mensch nach Belieben verbrauchen kann. Die industrielle Tiernutzung, sagt Herwig Grimm, Leiter der Abteilung für Ethik in der Mensch-Tier-Beziehung am Messerli Forschungsinstitut in Wien, habe ein ethisches Legitimationsproblem. An eine radikale und einfache Lösung glaubt er nicht. Es brauche einen Interessenausgleich zwischen Mensch und Tier.

Dahinter stehen große, unbeantwortete Fragen: Wie stark soll der Mensch mithilfe neuer Techniken in die Natur eingreifen? Wie stark darf er? Welche moralische Verantwortung trägt die Gesellschaft?

Sind gentechnisch veränderte Rinder die Zukunft?

Längst liegen beim Europäischen Patentamt Anträge für gentechnisch veränderte Lebewesen, für hornlose Rinder etwa oder für Arten, die nicht geschlechtsreif werden, um sie so, ohne natürlichen Wachstumsstopp, länger mästen zu können. Einige Forscher arbeiten an der Beschleunigung des Muskelwachstums bei Kühen und Schafen. Andere an der Optimierung der Milch, um eine effizientere Weiterverarbeitung zu Käse oder Joghurt zu ermöglichen.

"Muh", der tiefe Bass von Nummer 2665 tönt über den Hof. Riesige schwarze Folienberge rahmen das Gelände. Bauer Maas taucht die Zinken des Radladers in einen mannshohen Haufen mit brauner Pampe. In den modernen Agrarfabriken ist wenig übrig vom Bild eines Bauern, der mit Schubkarre und Forke jedem Tier einzeln seine Portion zuschippt. Dazu sind die Mengen einfach zu gigantisch.

Bis zu 50 Kilo Futter frisst eine Formel-eins-Kuh am Tag, um ihren gewaltigen Energiebedarf von 40.000 bis 50.000 Kalorien zu decken. Vor allem Mais- und Grassilage, Sojaschrot, etwas Schlempe, ein Nebenerzeugnis aus der Herstellung von Bioethanol. Und Biertreber, der bei den Brauereien abfällt, billig und eiweißhaltig ist. "Turbokühe können nicht mehr auf natürliche Art – in Form von Gras oder Heu – ihre Kalorien aufnehmen", sagt der Tiermediziner Holger Martens, "das funktioniert nur noch unter Beimischungen mit hohem Kraftfutteranteil." Das aber begünstigt eine typische Berufskrankheit der Kuh: die Labmagenverlagerung. Die unnatürliche Ernährung reduziert die Spannung in diesem Verdauungsorgan, und das geschwächte Gewebe verrutscht. Eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit, die sofort operiert werden muss.

Georg Maas setzt Kraftfutter sparsam ein. "Dadurch ist die Milchleistung etwas geringer, aber meine Kühe bleiben gesünder", sagt er. Ein Luxus, den er sich eigentlich nicht leisten kann. Bei den 20 Cent pro Liter, die er bekommt. Damit sind unter normalen Umständen noch nicht mal die Futterkosten gedeckt. Geschweige denn Tierarztrechnungen, Mitarbeitergehälter, Modernisierungsausgaben. Maas überlebt, weil er sein Futter zum Großteil selbst anbaut, weil er eine große Biogasanlage hat, die Geld abwirft, weil er keine Schulden für hohe Investitionen tilgen muss. "Und weil die ganze Familie mitarbeitet. Meine Frau, meine beiden Söhne", sagt er. Er lebt von der Substanz, aber er lebt nicht auf Kosten seiner Tiere.

In ein paar Tagen ist es wieder so weit. Dann greift Georg Maas tief hinein in Nummer 2665. Sein Arm verschwindet bis zur Schulter im Hinterteil der Kuh. Er wühlt und tastet, bis er die Gebärmutter erwischt. Dann führt er mit der anderen Hand eine fast einen Meter lange Kanüle ein und spritzt frisch aufgetautes Bullensperma ein. Geht alles gut, kommt neun Monate später ein Kälbchen zur Welt.

Für die Kühe ist es ein ewiger Kreislauf. Besamung, Trächtigkeit, Geburt, Besamung. Nur so ist dem Bauern ein nahezu ununterbrochener Milchfluss garantiert. Deswegen kämpfen sich echte Cash-Cows dauerschwanger durchs Leben. Eine Weide bekommen die meisten, wenn überhaupt, nur in den paar Wochen vor der nächsten Geburt zu sehen, in der sogenannten Trockensteherphase, wenn sie ohnehin keine Milch geben und für einige Tage nicht Teil der Wertschöpfungskette sind.

Ein paar Euro für ein Bullenkalb

Nummer 2665 hat vor vier Wochen Nachwuchs bekommen, zum zehnten Mal. Nur wenige Augenblicke nachdem das Kleine ins Stroh geplumpst war, die Mutter ein wenig daran geschnuppert und geleckt hatte, wurde es, noch nass vom Fruchtwasser, weggetragen. Der Bauer päppelt das Kleine mit abgepumpter Kuhmilch auf. "Wenn wir weniger als zehn Prozent verlieren, sind wir gut", sagt er. Spätestens in zwei Jahren soll die Färse selbst Milch geben.

Bullenkälbchen dürfen nicht auf dem Hof bleiben. Sie werden mit vier Wochen verkauft. Ein paar Euro bekommt der Bauer pro Tier. Viel ist es nicht. "Das Kalb ist der Abfall", schreibt Tanja Busse in ihrem Buch "Die Wegwerfkuh". Der Nachwuchs der rein für die Milchproduktion gezüchteten Tiere setzt kein Fleisch an und eignet sich, anders als früher, nicht zum Mästen. Die männlichen Kälbchen sind ebenso unbrauchbar wie die männlichen Küken, die direkt nach der Geburt in den Schredder wandern.

Das Unbehagen angesichts des Umgangs mit der Ressource Tier wächst in Deutschland. Die Zahl der Vegetarier und Veganer steigt, genauso wie der Druck auf die Bauern, etwas zu ändern. "Wir stehen gerade am Anfang einer neuen Wertedebatte", sagt der Ethik-Professor Grimm. Wie viel Moral wollen wir uns bei der Erzeugung unserer Lebensmittel leisten? Wie wollen wir mit der Schöpfung umgehen? Diese Fragen gehen weit über das Schicksal von Kuh 2665 hinaus. Sie betreffen den Einsatz von Genmais genauso wie den Antibiotikagebrauch in der Schweinemast. Grimm sagt: "Die Augen vor der Realität zu verschließen und vom Garten Eden zu träumen wird den Tieren wenig helfen."

Das Beispiel Hühnereier zeigt, dass die Verbraucher heutzutage nicht immer nur auf den Preis achten, sondern durchaus bereit sind, für das Tierwohl mehr zu zahlen. Vorausgesetzt sie wissen, dass ihr Geld beim Tier ankommt. Seit es eine klare Kennzeichnung für die Haltungsbedingungen der Legehennen gibt, ist der Anteil der Bioeier auf mehr als zehn Prozent gestiegen. Mit nur einigen wenigen Cent mehr ließe sich auch bei den Milchkühen viel bewirken.

Bauer Maas in Lützow lebt vor, wie schon kleine Veränderungen helfen. Er presst seine Kühe nicht bis zum letzten Tropfen aus. Er gibt etwas weniger Kraftfutter. Er lässt ihnen etwas mehr Zeit, bis sie wieder besamt werden, melkt dreimal statt zweimal am Tag, damit das Euter nicht überstrapaziert wird. Die vielen kleinen Maßnahmen zeigen Erfolg: Die Schwarzbunte feiert am 3. Juli ihren zwölften Geburtstag. Für eine Hochleistungskuh hat sie damit ein nahezu biblisches Alter erreicht.

Herzlichen Glückwunsch, Nummer 2665. 

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