Mindestlohn Springer dreht Pin den Geldhahn zu


Der Springer-Verlag macht seine Drohung wahr und will dem Post-Konkurrenten Pin aufgrund des beschlossenen Mindestlohns keine weiteren Finanzmittel mehr zur Verfügung stellen.

Nach der Entscheidung des Bundestags für den umstrittenen Post-Mindestlohn haben Vorstand und Aufsichtsrat des Medienkonzerns Axel Springer am Freitag beschlossen, keine weiteren Finanzmittel für die insolvenzbedrohte Brieftochter Pin bereit zu stellen. Zudem ist das Berliner Verlagshaus bereit, die Mehrheit an Pin abzugeben, "wenn Minderheitsgesellschafter und neue Investoren ausreichend Mittel zur Verfügung stellen", hieß es in einer Erklärung.

Der nun vom Parlament beschlossene gesetzlich verordnete Branchenmindestlohn für Briefzusteller behindere den Wettbewerb im Post-Sektor nicht nur massiv, sondern mache ihn praktisch unmöglich, erklärte der Konzern. Pin hatte bereits angekündigt, 1.000 seiner insgesamt 9.000 Mitarbeiter entlassen zu wollen, wenn ein Mindestlohn in der Branche umgesetzt wird.

AP AP

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