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Verdienst-Check: Was verdient eigentlich eine Putzfrau?

Sie werden zwar immer noch als Putzfrauen tituliert, doch auch Männer arbeiten in der Reinigungsbranche. Reinigungskräfte sorgen für aufgeräumte Wohnungen und saubere Büros. Doch was verdienen sie eigentlich?

Putzfrau bei der Arbeit: So viel verdient eine Reinigungskraft

Putzfrau bei der Arbeit: So viel verdient eine Reinigungskraft

Glänzende Armature im Bad, kein einziger Krümel auf dem Wohnzimmerboden und saubere Fenster: Wer eine Putzfrau oder einen Putzmann beschäftigt, kann sich regelmäßig über das Ergebnis der Arbeit freuen. Mehr als jeder zehnte Haushalt in Deutschland beschäftigt eine Reinigungskraft - allerdings meistens schwarz. Nur 36 Prozent haben die Hausangestellte auch angemeldet, so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage. Doch wie hoch ist das Gehalt von Reinigungskräften, von denen es mehr als 600.000 in Deutschland gibt?

Gebäudedienstleister: Mindestlohn wurde 2017 erhöht

Laut Forsa finden mehr als die Hälfte der Befragten einen Stundenlohn von 10 bis 12 Euro für angemessen. 23 Prozent sind 8,50 Euro bis 10 Euro pro Stunde genug. Für Angestellte einer Reinigungsfirma greift der Mindestlohntarifvertrag. "In den alten Bundesländern (inklusive Berlin) müssen Reinigungskräfte in der Innenreinigung (Lohngruppe 1) mindestens 10,30 Euro pro Zeitstunde bekommen. In den neuen Bundesländern haben sie Anspruch auf 9,55 Euro. Glas- und Fassadenreiniger (Lohngruppe 6) steht ein Stundenlohn von mindestens 13,55 Euro in den alten und 12,18 Euro in den neuen Bundesländern zu", berichtet die Bundesregierung. Demnach steigt der Mindestlohn auch in den kommenden Jahren an. Professionelle Reinigungsdienste verlangen ab 15 Euro die Stunde - dafür sind die Mitarbeiter aber auch versichert. 

Putzfrau bei der Arbeit: So viel verdient eine Reinigungskraft

Putzportale: Pro und Contra

Als Zwischenbereich zwischen Schwarzarbeit und der Festanstellung in einem Reinigungsunternehmen gelten die Online-Portale, die Putzhilfen vermitteln. Die Portale wie beispielsweise Helpling beschäftigen keine Reinigungskräfte, sondern vermitteln sie nur. Dafür verlangen sie eine Provision. Damit holen sie den Putzjob zwar aus der Schwarzarbeit, so die Befürworter - doch mehr Geld bleibe nicht bei den Reinigungskräften hängen, so die Kritiker.

Der Stundenlohn, der über Europas größte Putzplattform Helpling gezahlt wird, bestimmen die Putzkräfte selbst. Lag der Durchschnittspreis in den vergangenen Jahren noch rund um den Mindestlohn, ist dieser inzwischen deutlich gestiegen und beginnt in den großen Städten Deutschlands inzwischen bei rund 15 Euro und steigt bis zu 25 Euro an. Denn die Reinigungskräfte müssen rund zwei bis drei Euro davon an das Portal zahlen.

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kg
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