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Siemens-Affäre: Angeklagte zu Bewährungsstrafen verurteilt

Entscheidung im zweiten Prozess um schwarze Kassen bei Siemens: Die beiden Angeklagten sind mit Bewährungsstrafen davon gekommen. Damit sind nun auch die Helfer eines bereits verurteilten Siemens-Managers bestraft worden.

Das Landgericht München hat im zweiten Prozess um die schwarzen Kassen bei Siemens gegen die beiden Angeklagten Bewährungsstrafen verhängt. Der jüngere der zwei Beschuldigten wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von 12.000 Euro verurteilt. Der ältere erhielt eine Bewährungsstrafe von neun Monaten und muss 20.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Beide hatten ihre Beteiligung an dubiosen Zahlungen über ein System schwarzer Kassen bei Siemens gestanden. In dem Skandal geht es um 1,3 Milliarden Euro, die als Schmiergeld im Ausland eingesetzt worden sein sollen.

Die beiden hatten eingeräumt, bei Transfers von Schwarzgeld und Bestechungszahlungen vor allem in Russland und Nigeria mitgewirkt zu haben. Sie waren Helfer eines bereits verurteilten Siemens-Managers. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der jüngere der beiden Angeklagten in 62 Fällen Beihilfe zur Untreue und in 13 Fällen Beihilfe zur Bestechung geleistet habe. Der ältere wurde wegen Beihilfe zur Untreue in zwei Fällen verurteilt.

Reuters/DPA / DPA / Reuters