HOME

Siemens-Schmiergeldaffäre: Von Pierer gesprächsbereit

In der Siemens-Schmiergeldaffäre hat ein ehemaliger Manager den ehemaligen Konzernchef Heinrich von Pierer nach übereinstimmenden Medienberichten schwer belastet. Nun sucht von Pierer das Gespräch mit der Staatsanwaltschaft.

In der Siemens-Schmiergeldaffäre wächst der öffentliche Druck auf den früheren Konzernchef und Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich von Pierer. Die Staatsanwaltschaft München bestätigte, dass sie in Gesprächen mit Pierer stehe. "Auf Wunsch von Herrn von Pierer hat es gestern zusammen mit seinem Anwalt ein längeres Gespräch bei der Staatsanwaltschaft gegeben", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld und bestätigte damit entsprechende Angaben der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Zu Anlass und Inhalt des Gesprächs, das fortgesetzt werden solle, wollte sich Schmidt-Sommerfeld nicht äußern. Auch ob es Ermittlungen gegen Pierer gebe, ließ er offen.

In dem Siemens-Korruptionsskandal geht es um 1,3 Milliarden Euro an dubiosen Zahlungen, die vermutlich größtenteils als Schmiergeld im Ausland eingesetzt wurden. Nach übereinstimmenden Medienberichten gibt es unterdessen neue Anschuldigungen gegen Pierer, die dieser allerdings bestreite. Ein Siemens-Manager habe ausgesagt, Pierer habe ihn und einen Kollegen angehalten, fragwürdige Provisionszahlungen im Zusammenhang mit einem Großauftrag in Argentinien vorzunehmen, hieß es in der "SZ" sowie in der Online-Ausgabe des "Handelsblattes" und bei "Spiegel Online".

Pierer gilt nicht als Beschuldigter

Dem "Handelsblatt" sagte Schmidt-Sommerfeld: "Es hat am Mittwoch eine Aussage gegeben, die Anlass dafür war, dass Herr von Pierer mit seinem Anwalt bei uns erschienen ist." Erst, wenn die Gespräche abgeschlossen seien, werde die Staatsanwaltschaft entscheiden, wie es weitergeht. Pierer gelte damit vorerst weiter nicht als Beschuldigter, hieß es aus Justizkreisen.

Nach Angaben der "SZ" berichtete der Manager, er habe sich gegen die Zahlungen gewehrt. Pierer habe ihm und seinem Kollegen daraufhin gesagt, sie müssten sich wie "Soldaten von Siemens" verhalten. Später seien zehn Millionen Dollar an eine Beraterfirma in der Schweiz gezahlt worden. Pierer wies die Vorwürfe zurück. Über seinen Anwalt teilte er dem Bericht zufolge der "SZ" mit, er habe die beiden Manager damals nicht "angewiesen, diese sollten sich jetzt wie "Soldaten von Siemens" verhalten und den Auftrag ausführen", zitierte die Zeitung. "Soldaten von Siemens" sei "nun wirklich keine Formulierung", die Pierer "je benutzen würde", habe der Anwalt weiter erklärt.

Siemens kooperiert

Ein Siemens-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Siemens habe Interesse an einer Aufklärung und kooperiere mit den Behörden, sagte er lediglich. Man vertraue auf die Arbeit der Experten. Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass der Aufsichtsrat von Siemens Schadenersatzklagen gegen bis zu zehn ehemalige Vorstände erwägt. Mehrere Mitglieder des Kontrollgremiums gingen davon aus, dass ein Vorgehen gegen den gesamten früheren Zentralvorstand "unumgänglich" sei, hatte die "SZ" berichtet. Das Unternehmen stütze sich auf ein Rechtsgutachten, dessen Existenz in Unternehmenskreisen bestätigt wurde.

Auch Aktionärsschützer halten solche Schadenersatzforderungen gegen die Ex-Vorstände für unabdingbar, falls sich Beweise für Verfehlungen ergeben sollten. "Falls der jetzige Vorstand davon Kenntnis hat, dass das frühere Management von Korruption wusste, müssen sie meines Erachtens Schadenersatzansprüche geltend machen, da gibt es gar kein Vertun", sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz der dpa. "Ganz Siemens hat ein Vertrauens- und Imageproblem in der Außendarstellung." Um gegenzusteuern, müsse Konzernchef Peter Löscher durchgreifen.

"Es darf keine Rücksicht auf irgendetwas genommen werden, auch nicht auf irgendwelche langjährigen Verdienste. Dafür sind die Vorwürfe einfach zu gravierend", sagte Bergdolt. Dies sei auch als Signal an die mächtige US-Börsenaufsicht SEC wichtig, von der Siemens in der Schmiergeldaffäre die größte Gefahr droht. "Eines ist sicher: Die SEC ist knallhart und nimmt auf Befindlichkeiten und frühere Verdienste keine Rücksicht", sagte Bergdolt.

DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(