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Spitzenposten der Metro-Gruppe: Koch folgt auf Cordes

Monatelang wurde der Handelsriese Metro von einer quälenden Führungsdebatte erschüttert. Jetzt hat der Aufsichtsrat die Reißleine gezogen: Finanzchef Olaf Koch bekommt den Chefsessel, Franz Markus Haniel ist neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Die Führungskrise bei Deutschlands größtem Handelskonzern Metro ist beendet. Metro-Finanzvorstand Olaf Koch übernimmt zum Jahresbeginn 2012 den Vorstandsvorsitz von Eckhard Cordes. Er wird damit Chef von weltweit 280.000 Mitarbeitern, mit denen der Düsseldorfer Konzern 2010 einen Umsatz von 67 Milliarden Euro Umsatz erzielte. An die Spitze des Aufsichtsrates rückt mit Franz Markus Haniel ein Mitglied der Duisburger Industriellenfamilie. Die Haniel-Gruppe ist größter Anteilseigner der Metro AG.

Mit dem Doppelschlag zieht der Aufsichtsrat einen Schlussstrich unter die monatelange und öffentlich geführte Debatte um die schwächelnde Metro-Führungsspitze. Der scheidende Vorstandsvorsitzende Cordes betonte zwar immer, dass der Konzern voll funktionsfähig sei. Doch anhaltende Spekulationen um seine Person führten am Ende dazu, dass sowohl er selbst als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Kluge ihre Posten zur Verfügung stellten.

Beide Neubesetzungen beschloss der Aufsichtsrat nun in einer Sondersitzung am Freitag. Zur Metro gehören neben den gleichnamigen Großhandelsmärkten die Elektronikketten Media Markt und Saturn, der Lebensmittelhändler Real und die zum Verkauf stehende Warenhauskette Kaufhof. In Europa ist das Dax-Unternehmen hinter der französischen Carrefour und der britischen Tesco die Nummer Drei.

Hoffnung auf Ruhe im Konzern

Der 41-jährige Koch ist seit gut zwei Jahren verantwortlich für die Finanzen des Handelsriesen. Erst vor wenigen Wochen war sein Vertrag verlängert worden. Wie Metro mitteilte, wird der bisherige Chef Cordes am Jahresende aus dem Unternehmen ausscheiden. Über einen neuen Finanzvorstand will der Aufsichtsrat in seiner planmäßigen Sitzung am 16. Dezember entscheiden.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erklärte am Freitagabend: "Wir hoffen, dass mit der Entscheidung des Aufsichtsrates wieder Ruhe in den Konzern eingekehrt." Die Gewerkschaft hoffe, dass der neue Metro-Vorstand unter Olaf Koch für eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sorge und dabei auch die Interessen der Beschäftigten im Blick behalte.

Aufsichtsratschef Haniel bedankte sich bei dem scheidenden Chef Cordes, speziell für die weitere internationale Expansion des Unternehmens und den Einstieg in den Internethandel, der Kritikern zufolge allerdings viel zu spät erfolgte. Cordes war im Herbst 2007 vom Aufsichtsratsvorsitz bei Metro an die Spitze des Managements gerückt.

Kurze Zeit nach seinem Amtsantritt hatte Cordes angekündigt, dass die Warenhauskette Kaufhof wegen mangelnder Fähigkeit zur Auslandsexpansion nicht mehr zum Kerngeschäft gehöre. Doch der Verkauf zog sich hin, wurde zum Dauerthema. Seit einigen Wochen ist neue Dynamik in den Verkaufsprozess gekommen: Unter anderem sind die österreichische Immobilienfirma Signa und der Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen an einem Erwerb der rund 140 Häuser interessiert

Peter Lessmann, DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.