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MH17-Absturz in der Ukraine: Niederlande erklären Mittwoch zum nationalen Trauertag

Die Untersuchung des Absturzes von Flug MH17 hat begonnen. Die Leichen der Opfer werden in Eindhoven erwartet. Die Niederlande erklären den Mittwoch zum Trauertag. Die Ereignisse in der Rückschau.

+++ 20.13 Uhr: Niederländer ehren die Opfer +++

Die niederländische Regierung erklärt den Mittwoch zum Tag der nationalen Trauer. Damit werden die Opfer der Flugzeugkatastrophe - überwiegender Anzahl Niederländer - in besonderer Weise geehrt. Ein Flugzeug mit den ersten Särgen der insgesamt 298 Opfer wird am Nachmittag gegen 16 Uhr aus Charkow in Eindhoven erwartet. Dort werden sie von Angehörigen, dem niederländischen Königspaar und Ministerpräsident Mark Rutte erwartet, so ein Regierungssprecher in Den Haag. Nach der Landung der Maschine soll im Land eine Schweigeminute abgehalten werden. Weitere Opfer werden nach und nach in die Niederlande geflogen und dort identifiziert werden.

+++ 18.07 Uhr: Keine harte Starfen gegen Donezk-Profis +++

Die sechs Fußball-Profis des ukrainischen Vereins Schachtjor Donezk haben laut ihres Club-Generaldirektors keine harten finanziellen Strafen zu befürchten. "Unsere Hauptaufgabe ist nicht, die Jungs zu bestrafen, sondern sie zu überzeugen, dass die Rückkehr zum Club keine Bedrohung für ihr Leben oder ihre Gesundheit darstellt und absolut sicher ist", sagte Sergej Palkin im Interview mit der russischen Agentur Itar-Tass am Dienstag. Die Spieler hatten am Samstag nach einem Testspiel in Frankreich den Rückflug in die Konfliktregion verweigert. Der Vereinsbesitzer Rinat Achmetow hatte den Profis deshalb mit finanziellen Konsequenzen gedroht.

+++ 17.32 Uhr: Black Box auf dem Weg nach London +++

Die Black Box des mutmaßlich über der Ostukraine abgeschossenen Passagierflugzeugs wird zur Auswertung der Daten nach Großbritannien gebracht. Ein belgischer Militärjet startete nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Brüssel am Dienstag nach Kiew, um die Aufzeichnungsgeräte aus der Ukraine abzuholen. Die prorussischen Separatisten hatten die Black Box in der Nacht im ostukrainischen Donezk Vertretern Malaysias übergeben.

Die sogenannte Black Box besteht aus dem Flugdatenschreiber und dem Stimmenrekorder. Die Geräte sind nach der ersten Einschätzung eines malaysischen Experten intakt und nur geringfügig beschädigt.

+++ 17.23 Uhr: EU prüft Maßnahmen gegen Russland +++

Die Europäische Union bereitet eine Reihe möglicher Sanktionsmaßnahmen gegen Russland vor. Dazu gehört auch ein mögliches Waffen-Exportverbot. Dies sagte der niederländische Außenminister Frans Timmermans am Dienstag nach Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel.

Die Liste der Personen, die Einreiseverboten und Kontensperrungen unterliegen, solle in den nächsten Tagen erweitert werden, sagte er. Bisher sind 72 Russen und prorussische Ukrainer davon betroffen. Zudem sei die EU-Kommission aufgefordert fordern, "mögliche Maßnahmen" im Bereich von Rüstungsexporten, Finanzdienstleistungen und der Ausfuhr von Hochtechnologiegütern für den Energiebereich zu prüfen. Die EU-Kommission habe versprochen, diese Vorschläge "in Kürze" vorzulegen.

+++ 15.25 Uhr: EU erwägt Sanktionen im Militär-Sektor +++

Als Reaktion auf den möglichen Abschuss des Passagierfluges MH17 will die EU nach Angaben von Österreichs Außenminister Sebastian Kurz Maßnahmen gegen Russland beim Handel mit Militärgütern vorbereiten. "Die EU-Kommission wird beauftragt, zielgerichtete Maßnahmen vorzubereiten in den Bereichen Schlüsseltechnologien und Militär", sagt Kurz am Rande eines Treffens der EU-Außenminister. Diese sollen "in den kommenden Tagen" vorliegen. Dabei handele es sich aber noch nicht um Wirtschaftssanktionen.

+++ 15.05 Uhr: Ost-Ausschuss sieht Jobs bedroht +++

Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, warnt vor drastischen Folgen des bewaffneten Konflikts in der Ukraine für Osteuropas Volkswirtschaften und auch deutsche Exporteure. "Unabhängig von Wirtschaftssanktionen dürften die deutschen Exporte nach Russland und in die Ukraine in diesem Jahr um über sechs Milliarden Euro sinken", schätzt er in einer Mitteilung des Ausschusses. Allein dadurch seien in Deutschland mindestens 25.000 Jobs in Gefahr.

+++ 14.35 Uhr: Russland wappnet sich gegen Nato +++

Russland muss sich nach den Worten von Präsident Wladimir Putin gegen das Vorrücken von Nato-Truppen an seinen Grenzen wappnen. Zwar bestehe keine unmittelbare militärische Bedrohung für die staatliche Souveränität seines Landes, sagt Putin bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates. Aber er warnt: "Die Gruppierung von Nato-Truppen auf dem Gebiet der osteuropäischen Staaten wird demonstrativ verstärkt, auch auf der Ostsee und dem Schwarzen Meer." Darauf müsse Russland angemessen reagieren und seine Abwehrbereitschaft gerade auf der Krim und in Sewastopol erhöhen.

+++ 14.40 Uhr: Niederlande übernehmen Untersuchungsleitung +++

Die Niederlande übernehmen die Leitung der internationalen Untersuchung zur Absturzursache von Flug MH17 in der Ostukraine. Dies sei auf Ersuchen der ukrainischen Regierung geschehen, teilt der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag mit.

+++ 14 Uhr: Putin warnt Ausland vor Einmischung in Russland +++

Russlands Präsident Wladimir Putin warnt das Ausland davor, sich in innerrussische Angelegenheiten einzumischen. Der Westen müsse seinen Einfluss auf die Ukraine geltend machen, damit die Kämpfe in der Ostukraine aufhörten.

+++ 13.46 Uhr: Erste Opfer am Mittwoch in den Niederlanden +++

Die ersten Opfer der Flugzeugkatastrophe in der Ostukraine sollen bereits an diesem Mittwoch in den Niederlanden eintreffen. Das kündigt der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag an. Ein Hercules-Transportflugzeug steht bereits am Flughafen von Charkow in der Ukraine, wo der Zug mit den Leichen angekommen ist. Nach einer ersten Untersuchung in Charkow sollen alle Opfer in Phasen in die Niederlande gebracht und dort identifiziert werden. Die Leichen sollen nach Eindhoven unweit der deutschen Grenze ausgeflogen werden.

+++ 12.37 Uhr: Rotes Kreuz stuft Ukraine-Konflikt als Krieg ein +++

Das Rote Kreuz bewertet in einer vertraulichen juristischen Einschätzung die Auseinandersetzungen in der Ukraine als Krieg. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz habe keine öffentliche Erklärung dazu abgegeben, um einen Affront gegen die Ukraine und Russland zu vermeiden, heißt es in Kreisen der Organisation. Es sei ihnen aber auf anderen Kanälen übermittelt worden. "Wir diskutieren das nicht öffentlich", sagt IKRK-Sprecherin Anastasia Isyuk.

Das IKRK wacht über die Einhaltung der Genfer Konventionen und die damit verbundenen rechtlichen Regeln bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Seine Einschätzungen werden auch von den Vereinten Nationen für die Bewertung gewaltsamer Konflikte zugrunde gelegt.

+++ 12.16 Uhr: Internationale Experten sollen Flugdaten prüfen +++

Malaysia will die Flugschreiber der abgestürzten Passagiermaschine von einem internationalen Expertenteam auswerten lassen. Bis dieses zusammengestellt sei, sollen der Flugdatenschreiner und der Stimmenrekorder in malaysischer Obhut bleiben, kündigt Ministerpräsident Najib Razak in Kuala Lumpur an.

+++ 11.46 Uhr: Laut Kiew zieht Russland an der Grenze Truppen zusammen +++

Russland hat nach Angaben der Regierung in Kiew fast 41.000 Soldaten entlang der russisch-ukrainischen Grenze zusammengezogen. Nahe der ukrainischen Grenzstadt Donezk seien im Laufe der vergangenen Woche zudem 550 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie 500 Artilleriegeschütze in Stellung gebracht worden, sagt der Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Andrej Parubi, vor dem ukrainischen Parlament. Das Parlament genehmigte anschließend eine weitere Teilmobilmachung der Streitkräfte - die mittlerweile dritte seit März.

+++ 11.40 Uhr: Ruf nach Waffenembargo wird lauter +++

Als Reaktion auf den möglichen Abschuss des Passagierfluges MH17 wird in der EU der Ruf nach einem Waffenembargo gegen Russland lauter. "Waffenlieferungen an Russland sind schwer zu verteidigen", sagt Schwedens Außenminister Carl Bildt vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. "Es geht darum, dass die Europäische Union sich als Gesamtes dazu bekennen sollte, keine Waffen mehr an Russland zu liefern in einer Phase, in der wir erleben, dass diese Waffen immer wieder weitergegeben werden an die Separatisten", sagt Österreichs Außenminister Sebastian Kurz. Bei früheren Treffen hatte es keine Einigung auf ein Waffenembargo gegeben. Ein solcher Schritt würde Frankreich in den Fokus rücken, das derzeit ein milliardenschweres umstrittenes Waffengeschäft mit Russland abwickelt.

+++ 11.15 Uhr: Zug mit Leichen in Charkow eingetroffen +++

Der Zug mit den sterblichen Überresten von 251 Passagieren und Crew-Mitgliedern der abgestürzten Linienmaschine MH17 kommt in der ostukrainischen Stadt Charkow an. In Kürze würden die von Sicherheitskräften bewachten Kühlwaggons an internationale Experten übergeben, sagt ein Behördensprecher.

+++ 10.38 Uhr: Ukraine beschließt Teilmobilmachung der Bevölkerung +++

Die Ukraine beschließt zur Lösung des blutigen Konflikts im Osten des Landes eine Teilmobilmachung der Bevölkerung. Das Parlament in Kiew bestätigt einen entsprechenden Erlass des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko.

+++ 10.35 Uhr: Traueranzeigen für die Opfer +++

In großen Traueranzeigen bezeugt die niederländische Regierung allen 298 Opfern des mutmaßlichen Flugzeugabschusses in der Ostukraine ihren Respekt. In der Anzeige, die am Dienstag in allen überregionalen Zeitungen erscheint, sind unter den Worten "Geschockt und Traurig" die Namen aller Opfer aufgelistet. Ministerpräsident Mark Rutte unterzeichnete die Anzeige im Namen des Königreiches.

Auch beide Kammern des Parlaments, Reiseveranstalter, der Amsterdamer Flughafen Schiphol und die Fluggesellschaft KLM platzieren große Anzeigen. Viele Organisationen gedenken des international renommierten Aids-Forschers Joep Lange und seiner Partnerin Jacqueline van Tongeren, die beide auf dem Weg zur Welt-Aids-Konferenz in Melbourne gewesen sind. "Fuck die Raketen!!!" steht über der Traueranzeige des Amsterdamer Theaters Stadsschouwburg für einen umgekommenen Kollegen.

+++ 9.20 Uhr: Steinmeier kündigt "schärfere Maßnahmen" an +++

Frank-Walter Steinmeier kündigt in der Ukrainekrise "schärfere Maßnahmen" der Europäischen Union gegen Russland an. "Russland hat seine Verabredungen nicht in dem erforderlichen Maße erfüllt", sagt Steinmeier in Brüssel zu Beginn eines Treffens der EU-Außenminister. Die EU sei bereit, mit allen diplomatischen Mitteln zu einer Entschärfung der Krise beizutragen. "Aber es wird notwendig sein, diese Bereitschaft zu begleiten durch höheren Druck, das heißt auch in schärfere Maßnahmen einzutreten."

+++ 9.10 Uhr: Mittelstand warnt vor schärferen Sanktionen +++

Vor den Beratungen der EU-Außenminister über den Ukraine-Konflikt warnt der deutsche Mittelstand vor schärferen Sanktionen gegen Russland. "Bei einem Wirtschaftskrieg mit Russland gäbe es nur Verlierer", sagt der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, dem "Tagesspiegel". "Ein Embargo oder ähnliche Zwangsmaßnahmen gegen Russland würden vor allem viele unserer exportorientierten Mittelständler treffen", warnt er.

Die Mehrzahl der etwa 6300 deutschen Unternehmen, die sich auf dem russischen Markt engagieren, sind laut Ohoven Klein- und Mittelbetriebe. 98 Prozent der rund 350.000 deutschen Exporteure seien mittelständische Firmen, und auf jede vierte Firma davon würden Wirtschaftssanktionen zurückschlagen.

+++ 8.55 Uhr: Malaysia Airlines fliegt über Syrien statt Ukraine +++

Nach dem Absturz von Flug MH17 in der Ostukraine hat Malaysia Airlines eine Passagiermaschine über den Luftraum des Bürgerkriegslands Syrien fliegen lassen. Flug MH4 von London nach Kuala Lumpur sei am Sonntag wegen der Sperrung des Luftraums über der Ukraine von seiner üblichen Route abgewichen und über Syrien umgeleitet worden, teilte die Airline am Montagabend mit. Die alternative Flugroute sei von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) genehmigt und der syrische Luftraum auch nicht gesperrt gewesen.

Die Grafik des Online-Portals "Flightradar24" zeigt die Route des Flugs. Nach Erkenntnissen von "Flightradar24" vom Montag war MH4 "der einzige interkontinentale Flug", dessen Route über syrischen Luftraum führte. Wohl auch deshalb stieß die Entscheidung der Fluggesellschaft in sozialen Online-Netzwerken auf Unverständnis. Mehrere Nutzer warfen die Frage auf, ob Malaysia Airlines ein weiteres Flugzeug verlieren wolle.

+++ 8.40 Uhr: "New York Times" berichtet über Hinweise auf Raketen-Treffer +++

Ein durchlöchertes Wrackteil der abgestürzten Boeing weist laut einem Bericht der "New York Times" auf einen Raketentreffer hin. Schrapnell-Spuren seien ein Hinweis darauf, dass das Flugzeug durch eine Rakete mit Überschallgeschwindigkeit zerstört wurde, sagen Experten des Verteidigungs-Fachverlags IHS Jane's nach Auswertung eines von einem "New-York-Times"-Fotografen aufgenommenen Trümmerteils. Unter anderem wird der abgeplatzte Lack an der Außenseite des vom Flugzeugrumpf stammenden Wrackteils als ein Beleg angeführt.

+++ 8.10 Uhr: Putin telefoniert mit Rutte +++

Wladimir Putin telefoniert abermals mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte wegen des Absturzes des malaysischen Flugzeugs in der Ukraine. Dabei wird nach Angaben des russischen Präsidialamtes über "den direkten und vollen Zugang von Experten zur Stelle der Tragödie" gesprochen. Es ist bereits das zweite Gespräch zwischen Rutte und Putin innerhalb von drei Tagen.

+++ 5.30 Uhr: EU-Minister beraten über Russland-Politik +++

Die Außenminister der 28 EU-Staaten beraten am Dienstag ab 9.30 Uhr unter anderem über schärfere Sanktionen gegen Russland. Nach Angaben von Diplomaten ist jedoch ungewiss, ob es bei dem Treffen in Brüssel schon konkrete Beschlüsse darüber geben wird, welche russischen Firmen auf eine Schwarze Liste der EU gesetzt werden.

Die Minister wollen auch grundsätzlich über die Beziehungen zwischen der EU und Russland sprechen. Sie werden die Forderung nach einer unabhängigen und internationalen Untersuchung des Absturzes des Flugzeugs bekräftigen. Zugleich wollen die Minister Russland erneut auffordern, die Unterstützung der Separatisten in der Ukraine zu beenden und Waffenlieferungen an diese zu verhindern.

+++ 4 Uhr: Frankreich wird Kriegsschiff an Russland liefern +++

Ungeachtet der Kritik westlicher Partner will Frankreich ein Kriegsschiff an Russland liefern. Der erste der beiden Hubschrauberträger vom Typ Mistral sei nahezu fertig gebaut und werde wie geplant im Oktober ausgeliefert, sagt Präsident Francois Hollande. Ob das zweite Schiff nach seiner Fertigstellung ebenfalls übergeben werde, hänge indes vom Verhalten Russlands ab. Zuvor hatte es in US-Regierungskreisen geheißen, Präsident Barack Obama sei angesichts des russischen Verhaltens in der Ukraine-Krise gegen das Geschäft. Der britische Premierminister David Cameron hatte gefordert, kein EU-Land sollte nach dem Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeugs mehr Rüstungsgüter an Russland verkaufen. Ausdrücklich hatte er das französische Vorhaben kritisiert.

+++ 2.30 Uhr: Separatisten übergeben Flugschreiber +++

Die Flugschreiber der in der Ostukraine abgestürzten Passagiermaschine werden von prorussischen Separatisten an eine malaysische Delegation in der Ukraine übergeben. Die Aufständischen händigen den Vertretern Malaysias in Donezk im Beisein von etwa 150 Journalisten die sogenannte Black Box aus, bestehend aus dem Flugdatenschreiber und dem Stimmenrekorder. Ein malaysischer Experte dankt den Separatisten. Die Geräte seien intakt und nur geringfügig beschädigt, sagt er. Separatistenführer Alexander Borodaj sagt bei der Übergabe der Geräte, sie "werden die Wahrheit enthüllen". Er bestreitet Anschuldigungen, nach denen die Separatisten das Flugzeug abgeschossen hätten. "Wir haben nicht die technische Fähigkeit, dieses Flugzeug zu zerstören", sagt Borodaj.

+++ 2 Uhr: Absturzopfer auf dem Weg in die Niederlande +++

Der Zug mit den Überresten von 251 Flugzeuginsassen verlässt die Stadt Tores Richtung Charkow. Zuvor haben Experten vier Kühlwaggons kontrolliert und versiegelt. Dazu kommt ein Wagen mit persönlicher Habe der Opfer und Begleitpersonal.

Im 300 Kilometer entfernten Charkow richten niederländische Spezialisten ein Zentrum zur Identifizierung der Opfer ein. Die Niederlande wollen jedoch die Opfer so schnell wie möglich außer Landes bringen. "Die Identifizierung geht in den Niederlanden viel schneller", sagt Ministerpräsident Mark Rutte im Parlament in Den Haag. Auf dem Flugplatz von Charkow steht eine Hercules-Maschine der niederländischen Streitkräfte bereit. Nach ukrainischen Angaben wurden an der Absturzstelle 282 Leichen und 87 Körperteile gefunden.

ivi/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters