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Stiftung Warentest: Diese Holzspielzeuge enthalten gefährliche Stoffe

Manches Holzspielzeug sollten Kinder lieber nicht in den Mund nehmen: Stiftung Warentest hat in vielen gefährliche Schadstoffe entdeckt. Andere fielen wegen verschluckbarer Kleinteile durch.

Dieser Holzfrosch ist leider überhaupt nicht zum Küssen geeignet. Dass sich das Kinderspielzeug von New Classic Toys nicht in einen Prinzen verwandeln lässt, geht ja noch in Ordnung. Nicht hinnehmbar sind dagegen die Schadstoffe, die in dem bunten Grinsefrosch stecken. Im grünen Lack fanden Tester der Stiftung Warentest Chrysen, in der roten Schnur Benzidin, beide Substanzen können Krebs erregen.

Der Frosch mit der Schiebestange befindet sich in unguter Gesellschaft. Bei einem Labortest der Stiftung Warentest fielen insgesamt sieben der 30 untersuchten Holzspielzeuge mit der Note "Mangelhaft" durch. Weitere neun Produkte erhielten ein "Ausreichend". Nur acht hölzerne Tiere, Puzzles, Fahrzeuge und Bausteine schnitten "gut" ab.

Die meisten der durchgefallenen Spielzeuge enthielten zu viele Schadstoffe in Lacken, Schnüren und Sperrholzplatten. "Ob ein Spielzeug kritische Stoffe enthält, kann man ihm nicht ansehen und nur selten riechen", heißt es im Testbericht. "Kinder atmen sie ein und nehmen sie über Mund und Haut auf, während sie am Spielzeug lutschen, knabbern oder es einfach nur anfassen."

Auch "Made in Germany" bietet laut Stiftung Warentest keine Garantie für sicheres Spielzeug. Beim Teich-Motorikspiel und dem Clown-Wagenschmuck, beides Produkte der Firma Hess aus Sachsen, lösten sich im Test verschluckbare Kleinteile. Zudem traten aus den Lacken der beiden Spielzeuge so viele Schadstoffe aus, dass sie die Grenzwerte aus der EU-Spielzeug-Richtlinie um das 30- bis 40-fache überschritten.

Den kompletten Test erhalten Sie gegen Gebühr unter www.test.de/spielzeug.

Daniel Bakir