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DHL, Hermes & Co. im Test: Nur ein Paketdienst liefert scherbenfrei

Stiftung Warentest hat die großen Paketdienste getestet, das Ergebnis ist bemerkenswert. Jedes fünfte Paket ging zu Bruch - nur bei einem Anbieter kamen alle Waren heil an.

Paketboten arbeiten unter großem Zeitdruck, nicht jede Sendung übersteht den Transport unbeschadet

Paketboten arbeiten unter großem Zeitdruck, nicht jede Sendung übersteht den Transport unbeschadet

Wer zerbrechliche Waren versenden will, sollte den Paketdienst mit Bedacht wählen. Denn die großen Anbieter gehen offenbar höchst unterschiedlich mit sensibler Fracht um. Die Stiftung Warentest packte für einen großen Feldversuch insgesamt 100 Pakete mit Gläsern, Porzellantellern und gläsernen Bilderrahmen. Die Pakete wurden so gepolstert, dass sie einen Sturz aus 80 Zentimetern Höhe überstanden.

Dann gaben die Tester jeweils 20 Pakete bei fünf großen Anbietern auf: DHL, Hermes, GLS, UPS und DPD. Das Ergebnis war ernüchternd: Nur jedes fünfte Paket kam scherbenfrei an. Vollkommen schadlos hielt sich nur DHL, der Paketdienst der Deutschen Post. Bei UPS gab es viermal Scherben, bei Hermes und GLS jeweils fünfmal. Als größte Bruchpiloten erwiesen sich die Boten von DPD: Sieben von 20 Sendungen erreichten ihr Ziel nicht schadlos, das ist mehr als jedes dritte Paket.

Abenteuerliche Zustellungen

Da ist es auch wenig tröstlich, dass DPD und GLS mit durchschnittlich 1,2 Tagen Lieferzeit die schnellsten waren. UPS brauchte im Schnitt 1,6 Tage. DHL (1,9 Tage) und Hermes (2,3 Tage) waren am längsten unterwegs. Die günstigsten Dienste für den Standardversand sind DHL und Hermes.

Bei der Zustellung traten Probleme auf, die vielen Kunden nur zu bekannt vorkommen dürften. In zwei Fällen warf der Bote einen Zettel in den Briefkasten, ohne sich auch nur die Mühe zu machen, an der Tür zu klingeln. Mehrere Pakete wurden ohne Absprache vor der Tür, auf der Terrasse oder in einer Garage abgestellt. Und wieder andere wurden bei Nachbarn oder in einem Geschäft abgegeben, ohne dem Empfänger Bescheid zu geben, wo er sein Paket abholen könne.

Den kompletten Test gibt es gegen Gebühr auf www.test.de

bak
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.